Zusammen mit Freunden haben die Heimat- und Kulturfreunde aus Gutenswegen den 20. Geburtstag ihres Vereins gefeiert. Knapp die Hälfte der Gründungsmitglieder ist auch nach zwei Dekaden noch immer dabei.

Gutenswegen l Angefangen hat alles zu Beginn des Jahres 1994, als Hans Thräne aus Gutenswegen Gespräche über die Gründung eines Heimatvereins ins Rollen brachte. Wenige Monate später fanden sich bereits 13 Gleichgesinnte zusammen und schlossen sich aus ihrem gemeinsamen Interesse an Geschichte, Kultur und Heimatpflege zusammen. Den 20. Geburtstag des Gutensweger Heimat- und Kulturvereins feierten Mitglieder sowie Vertreter befreundeter Vereine gemeinsam am Mittwoch.

"Wir sind in 20 Jahren nur um 13 Jahre gealtert, das ist ein biologisches Phänomen."

Erhard Jahn, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Gutenswegen

Vorsitzender Erhard Jahn gab zunächst einen Abriss über die Vereinsgeschichte, nannte die Namen der Gründungsväter und -mütter sowie des ersten Vorstands. "Nach 20 Jahren sind von den Gründungsmitgliedern noch sechs dabei", erklärte Jahn (siehe Infokasten). Insgesamt zählt der Verein aktuell 37 Mitglieder. "Die Zahl ist kontinuierlich angewachsen und hält sich nun stabil, pendelt höchstens mal um zwei oder drei nach unten oder oben", erklärte der Heimatfreund gegenüber der Volksstimme. "Wir sind in 20 Jahren nur um 13 Jahre gealtert, das ist ein biologisches Phänomen", scherzte Erhard Jahn in Bezug auf das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder.

Bis auf die Sommerpause im Juli und August treffen sich die Heimatfreunde einmal im Monat. "In der kalten Jahreszeit gibt es Vorträge, in der warmen unternehmen wir Rundgänge sowie Exkusionen", sagte Jahn. Insgesamt über 200 Veranstaltungen sind in den 20 Jahren Vereinsgeschichte zusammengekommen. Für die Vorträge laden sich die Gutensweger Gastredner aus benachbarten Gemeinden, aber auch aus weiter entfernten Städten ein. Die Themen drehen sich um Kultur- und Heimatgeschichte, um Kunst und Literatur, aber auch um Wirtschaft oder Zeitgeschehen. "Wir bewegen uns kulturell nicht nur in den dörflichen Grenzen, sondern gehen auch gern über die Grenzen der Gemeinde, des Kreises, des Landes hinaus. Wir bereisen mit unseren Themen die ganze Welt", erläuterte Jahn und fügte hinzu: "Ich denke, wir haben mit unserem Veranstaltungsprogramm den Nerv der Zuhörer getroffen." Die Ausflüge führten die Heimatfreunde schon unter anderem in den Harz, nach Berlin und Helmstedt. Die nächste Exkursion steht am 20. September an: Dann wollen die Gutensweger nach Schöningen fahren.

Erhard Jahn bedankte sich am Mittwoch bei allen Heimatfreunden, Referenten und Unterstützern, nahm stellvertretend Gratulationen und Geschenke der Gäste entgegen. Schatzmeisterin Gerlinde Thräne zeichnete einige Heimatfreunde für ihre langjährige Mitgliedschaft aus. Nach dem Abendessen zeigte Günter Schäfer Fotos aus der Vereinsgeschichte.

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