Hunderte von Besuchern haben sich das große Fest zum zehnjährigen Bestehen der Niederen Börde als Einheitsgemeinde nicht entgehen lassen. Rund um die Domäne in Groß Ammensleben boten 26 Stände und ein Kulturprogramm Unterhaltung.

GroßAmmensleben l Vier Monate lang haben die Organisatoren das Fest zum zehnten Geburtstag der Einheitsgemeinde Niedere Börde vorbereitet. Wie sehr sich die Mühe gelohnt hat, konnten alle Beteiligten und die Besucher am vergangenen Sonnabend auf dem Domänengelände in Groß Ammensleben erleben. "Die Domäne strahlt", sagte Erika Tholotowsky, Bürgermeisterin der Niederen Börde. Von 10 Uhr an sorgten Vereine, Einrichtungen und Unternehmen aus der Gemeinde unter dem Motto "Das sind wir!" für Unterhaltung und gastronomische Versorgung. Bei den Jägern aus dem Hegering 4 beispielsweise konnten die Besucher ihr Talent am Gewehr erproben und sich eine Rehkeule verdienen. Ebenfalls zum Schuss - jedoch mit Pfeil und Bogen - kamen die Gäste am Stand der Jersleber Schützen.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Samswegen beispielsweise brutzelten Deftiges auf dem Grill und zeigten, was bei einem offenen Küchenbrand zu tun ist. Helferinnen vom Jugend-Rotkreuz Groß Ammensleben verwandelten die Jüngsten an ihrem Schminkstand in einen Schmetterling, Tiger oder Spiderman. Einige Meter weiter lud Ortschronistin Renate Schulze die Besucher zu einem visuellen Rundgang durch die Meseberger Vergangenheit ein. Der Rassegeflügel- und Kaninchenzuchtverein "Taubenthal" aus Samswegen zeigte wiederum einige seiner Tiere.

Überall auf dem Domänengelände hatte das Organisationsteam um Daniela Baars, Bettina Behns und Franziska Kriebitzsch Stationen angesiedelt. "Die meisten Besucher sind seit 10 Uhr da und bleiben den ganzen Tag. Es wird nicht langweilig", sagte Tholotowsky erfreut über die positive Resonanz auf das Fest. Von 15 bis 18 Uhr moderierten "De` Mädels" aus Dahlenwarsleben ein buntes Kulturprogramm auf der Bühne - beispielsweise mit Auftritten vom Zupforchester Dahlenwarsleben, der Theatergruppe aus Klein Ammensleben, der Grundschule Samswegen, dem Männerchor Meseberg und vielen weiteren.

Auch die Festveranstaltung am Vormittag wurde musikalisch begleitet, unter anderem von der Schalmeienkapelle der Feuerwehr Groß Ammensleben und dem gemischten Chor Gutenswegen. In ihrer Rede erinnerte die Bürgermeisterin unter anderem an die Umwandlung der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft in die Einheitsgemeinde Niedere Börde zum 1. Januar 2004.

"Die Bildung dieser - unserer - Gemeinde war ein sehr verantwortungsvoller und mit viel Vernunft getragener einheitlicher Prozess", sagte sie. "Unser Hauptziel war und ist es, das Leben im ländlichen Raum, in den Dörfern, moderner, attraktiver, lebenswerter und zukunftssicherer zu gestalten." Der Gemeinderat habe dafür die Weichen gestellt. Tholotowsky wies unter anderem auch auf die demografische Entwicklung hin und auf den damit zusammenhängenden Handlungsbedarf.

Sie informierte zudem darüber, dass in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 6,1 Millionen Euro, darin 2,7 Millionen Euro Fördermittel, im Straßen- und Wegebau umgesetzt worden seien und betonte, dass die Gemeinde trotz der seit 2009 anhaltenden Konsolidierung nicht aufgehört habe, "im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten weiter sinnvoll und überlegt zu investieren". Vorrang hatten dabei die Bildungseinrichtungen.

Zum Gemeindefest kamen auch viele andere Gäste aus der Politik, darunter Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, Verkehrsminister Thomas Webel und Börde-Landrat Hans Walker. Jeder von ihnen gratulierte der Gemeinde zum runden Geburtstag. Zur Feier des Tages überreichte Stahlknecht einen Fördermittelbescheid für ein neues Feuerwehrfahrzeug und Walker verkündete den Baubeginn für einen Radweg zwischen Meseberg und Samswegen für August. Auch Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff richtete ein Grußwort an die Gäste und informierte über die kommunale Zusammenarbeit beider Gemeinden, wies dabei auf das Entwicklungsnetzwerk hin.

Dem Gemeinderat, den Gästen, Fest-Organisatoren sowie Unternehmern sprach Erika Tholotowsky ihren Dank aus. Das Fest endete mit einem Auftritt des OK-Live Ensembles.

   

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