Die Einheitsgemeinde Barleben wird zehn Jahre alt. Zusammen mit alten und neuen Gemeinderatsmitgliedern, Bürgermeistern aus Nachbargemeinden und weiteren Gästen hat Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff auf die vergangene Dekade zurückgeblickt.

Barleben l In vergleichsweise kleinem Rahmen haben Vertreter aus Barlebens Verwaltung und Politik am Dienstag den 10. Geburtstag der Einheitsgemeinde gefeiert. Bei seiner Rede im Gemeindesaal der Mittellandhalle erinnerte Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff an die Anfänge. "Wenn sich mehrere kleine Orte zusammenschließen, um als größere Einheit handlungsfähiger zu sein, dann gibt es immer auch Befürchtungen, die eigene Identität könnte verloren gehen", sagte er.

Aus der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Mittelland, die aus den damals selbstständigen Ortschaften Meitzendorf, Ebendorf und Barleben bestand, wurde nach einem freiwilligen Zusammenschluss am 1. Juli 2004 die Einheitsgemeinde Mittelland gegründet. Ein Jahr später erhielt sie ihren heutigen Namen.

"Jeder der drei Partner wollte seine Identität bewahren und ich denke, das ist auch ganz gut gelungen", resümierte Keindorff. In den vergangenen Jahren habe sich baulich viel in den Ortschaften getan, "ohne die Geschichte einfach abzureißen". Als Beispiel nannte er die mit Fördergeldern unterstützte städtebauliche Sanierung des Barleber Ortskerns. Dafür seien in zehn Jahren insgesamt rund 19,8 Millionen Euro geflossen. Im Bereich Tiefbau, wozu auch der Straßen- und Wegebau zählt, waren es laut Bürgermeister knapp 30,3 Millionen. Etwa 9,5 Millionen Euro seien seit 2004 jährlich insgesamt in den drei Ortschaften investiert worden.

"Aber nicht nur die Baumaßnahmen, sondern auch, und ganz besonders die Aktivitäten der Bewohner haben dazu beigetragen, die Identität jeder Ortschaft zu bewahren", betonte Keindorff. Auch Innenminister Holger Stahlknecht, Verkehrsminister Thomas Webel, Landrat Hans Walker sowie Ebendorfs Ortsbürgermeister Manfred Behrens gratulierten mit einem Grußwort zum runden Geburtstag der Gemeinde. "Die Schwierigkeiten, die wir vor uns haben, sind leicht gegenüber denen von 1990", sagte beispielsweise Stahlknecht.

Unter den geladenen Gästen waren auch alte und neue Gemeinderatsmitglieder, Wolmirstedts Stadtoberhaupt Martin Stichnoth sowie Erika Tholotowsky, Bürgermeisterin der Niederen Börde.

Nach den Gastreden zeichnete Keindorff Detlef Thormeyer, Vorsitzender der Wirtschaftsakademie Otto-von-Guericke, sowie Michael Wandersleb vom Vorstand der Kommunalen IT-Union (Kitu) für ihr Engagement aus.

Für Unterhaltung sorgten während der Veranstaltung Schüler des Barleber Ecole-Gymnasiums mit drei Liedern.

 

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