Über 200 Kinder erlebten beim fünften Grisu-Tag am Jersleber See eine Reihe von Spielen, die sich allesamt um die Feuerwehr drehten. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Lied.

JersleberSee l Auf der Wiese am Jersleber See leuchtete es am Sonnabend vorwiegend Rot. Aus dem gesamten Landkreis waren die Kinderfeuerwehren gekommen, um am fünften Grisu-Tag an zwölf Stationen mit- und gegeneinander zu spielen. "Mit dem Grisu-Tag wollen wir die Gruppendynamik stärken", erklärt Kay Reichardt, Kreisjugendwart des Kreisfeuerwehrverbandes, "es wird künftig immer wichtiger sein, dass Feuerwehren zusammenarbeiten. Da soll das gegenseitige Kennenlernen bereits im Kindesalter beginnen."

Grisu ist ein kleiner Drache, die Hauptfigur einer italienischen Zeichentrickserie. Er möchte kein Feuer speien, sondern bei der Feuerwehr mitmachen und Brände löschen. Versehentlich setzt Grisu dennoch Einiges in Brand.

Ebenso wie Grisu mag auch der achtjährige Niklas aus Bebertal die Arbeit der Feuerwehr. "Die Kinderfeuerwehr finde ich richtig gut", erklärt er, während er mit seiner Gruppe von Station zu Station zieht.

Auch die "großen" Verantwortlichen überzeugten sich davon, dass der Tag dem hoffnungsvollen Feuerwehrnachwuchs Freude bereitet. Thomas Kluge war als Stellvertreter des Landrates vor Ort, Frank Nase als Stellvertreter des Barleber Bürgermeisters und auch Roland Läbisch als Fachdienstleiter Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungswesen des Landkreises schaute den Kindern dabei zu, wie sie die Aufgaben an den Stationen meisterten.

Unter anderem mussten die Kinder erkennen, welche Dinge zur Feuerwehr gehören und welche nicht. Eine Suppenkelle und eine Tröte schlossen die Kinder eindeutig aus, während sie Helm und Strahlrohr richtig zuordneten.

An der nächsten Station mussten sie Wasser pumpen und mit diesem Wasserstrahl auf die Fenster eines Hauses zielen. Auch das möglichst weite schwungvolle Ausrollen der Schläuche gehörte zum Wettbewerb. Am Schluss des Tages stand das gemeinsame Lied, die "Feuerwehrgymnastik". Darin heißt es: "Schlauch nach rechts und Schlauch nach links, wir löschen jeden Funken..."

Immer mehr Feuerwehren beginnen damit, bereits die Kinder an die Aufgaben von Bergen, Retten und Löschen heranzuführen. Die Jugendfeuerwehren nehmen die Kinder erst ab zehn Jahren auf, doch um den Nachwuchs sicher zu stellen, versuchen die Kameraden bereits bei den Jüngsten in der Kinderfeuerwehr den Funken zu entzünden. "Wir sind froh über jeden, der auch im Erwachsenenalter als Kamerad zur Verfügung steht", sagt Roland Läbisch.

 

Bilder