Mit zehn zu acht Stimmen hat sich Frank Nase bei der Wahl zum Ortsbürgermeister in Barleben gegen Horst Blume durchgesetzt. Der 30-Jährige möchte sich für ein wohlwollendes Miteinander der Ortschaften stark machen.

Barleben l An der Spitze der Ortschaft Barleben gibt es einen Wechsel: Frank Nase (CDU) ist neuer Ortsbürgermeister. Mit zehn zu acht Stimmen setzte sich der 30-Jährige auf der ersten Sitzung des Ortsrates am 10. Juli gegen Horst Blume (BBB) durch, der in der vergangenen Legislaturperiode die Ortschaft repräsentierte.

"Das ist eine Riesenehre für mich."

Frank Nase (CDU), Neuer Ortsbürgermeister von Barleben

"Das ist eine Riesenehre für mich. Ich sehe es als Chance, die Belange der jüngeren Generation in die Politik zu tragen und eine Frischzellenkur in der Politik stattfinden zu lassen", sagte Frank Nase nach der Wahl in das Ehrenamt.

Nase lebt seit seiner Geburt in Barleben und arbeitet als Sachbearbeiter für Sport, Kultur und Soziales in der Gemeindeverwaltung. Für die kommenden fünf Jahre habe er viele Ziele, sagt er. Vor allem wolle er sich für ein "wohlwollendes Miteinander" der drei Ortschaften Barleben, Ebendorf und Meitzendorf einsetzen. Zudem wolle er sich dafür stark machen, die Ortsfeste wieder in die Hände der Vereine zu legen. "Die Organi- sation der Feste lag bisher bei der Verwaltung und bei Wolfgang Buschner", erklärte der neue Ortsbürgermeister. "Wir sind angehalten, in Zukunft etwas kleinere Brötchen zu backen. Es soll keine Schulden auf dem Rücken der jungen Generation geben", formulierte Frank Nase seine "Fahrtrichtung".

Für ihn ist die Wahl zum Ortsbürgermeister gleichzeitig der erste Schritt in die Barleber Kommunalpolitik. "Ich bin auch für den Kreistag angetreten, aber da hat es leider nicht gereicht", erläuterte er. Auf Kreisebene würde er sich gern ebenso für den Willen der Ortschaften einsetzen, "aber ein Schritt nach dem anderen", sagte Frank Nase mit Blick in die Zukunft.

Als erste Amtshandlung übernahm der neue Ortsbürgermeister die Leitung der Wahl seines Stellvertreters. Angetreten waren Claus Lehmann (FWG) und Patrick Säuberlich (FDP). Weder im ersten noch im zweiten Wahlgang fand sich eine Mehrheit für einen der beiden Kandidaten. Per Losverfahren wurde schließlich Patrick Säuberlich zum stellvertretenden Ortsbürgermeister bestimmt.

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