Am Sonnabend ist es soweit: Das OK-Live-Ensemble Barleben-Wolmirstedt empfängt eine 40-köpfige Jugenddelegation aus Frankreich. Regina Malsch sprach mit der Vereinsvorsitzenden Rebecca Schulz über den Besuch.

Volksstimme: Seit wann gibt es die Partnerschaft und wie kam es dazu?

Rebecca Schulz: Die Gemeinde Notre Dame D´Oé ist seit 2007 Partnergemeinde von Barleben. Kultur, Sport aber vor allem Kinder- und Jugendarbeit liegen der Gemeinde Barleben sehr am Herzen. So wurden wir bereits 2008 eingeladen, mit einer Delegation nach Frankreich zu reisen. Zu diesem ersten Treffen wurde bereits ein gemeinsames kulturelles Programm gestaltet. Seitdem pflegt das OK-Live Ensemble mit dem Verein ACO sowie mit dem Partnerschaftsverein Comité de Jumelage, vertreten durch Suzel Vandmeen, regen freundschaftlichen Kontakt.

Wie viele deutsch-französische Jugendbegegnungen gab es bisher?

Im Jahr 2014 findet die sechste Begegnung statt. Das OK-Live ist bisher dreimal nach Frankreich gereist - 2008, 2011 und 2013. Die Franzosen sind in diesem Jahr auch das dritte Mal bei uns zu Gast.

Woran erinnern Sie sich besonders gern?

Neben den intensiven Trainingseinheiten und den tollen Ausflügen gefiel mir besonders, dass sich zwischen den Jugendlichen rege Freundschaften entwickelt haben. Viele stehen bis heute im regelmäßigen Kontakt. Das soziale Netzwerk Facebook erleichtert das natürlich enorm.

Für den Besuch vom 19. bis 26. Juli wurde ein interessantes Programm erarbeitet. Welches sind die Höhepunkte?

Der gemeinsame Besuch des Sachsen-Anhalt-Tages, eine Besichtigung des Bundes- tages und des Naturhistorischen Museums in Berlin sowie eine Stadtrallye durch Magdeburg. Einen weiteren Höhepunkt wird ein Europaabend am Jersleber See darstellen und natürlich unser Sommerfestival am 26. Juli zum 20-jährigen Bestehen unseres Vereins in Wolmirstedt. Die jungen Talente aus Frankreich werden nicht nur mit uns feiern, sondern auch auf der Bühne stehen. Gemeinsam mit Mitgliedern unseres Ensembles gestalten sie das Familienprogramm am Nachmittag und am Abend den Abschluss des Festes. Gefeiert wird übrigens ausschließlich im Schlosspark und auf der Freilichtbühne. Das Nachmittagsprogramm wird noch erweitert durch eine Show des Samsweger Gewichthebervereins. Außerdem freuen wir uns, dass neben dem Catering der Wolmirstedter Heimatverein für Kaffee und Kuchen sorgt. Am Nachmittag, etwa von 14.30 bis 16.30 Uhr laden wir übrigens zu einem ganz besonderem Wettbewerb ein. Als Hauptpreis in zwei Altersklassen ist jeweils eine halbjährliche kostenfreie Mitgliedschaft im Ensemble mit freier Wahl der Kurse im Wert von mehr als 100 Euro ausgelobt. Die Teilnehmer können sich unter Anleitung erfahrener Artisten in sechs Kategorien ausprobieren: Bodenakrobatik, Limbo, Hula hoop, Drahtseil, Jonglage und Seilspringen.

In diesem Jahr ist ein großer Teil der Jugendlichen aus Frankreich auf dem Zeltplatz in Jersleben untergebracht. Wie kam es dazu?

Die Unterbringung erfolgte am Jersleber See, um kulturelle Erfahrungen zu machen, den europäischen Gedanken zu leben und das Nachbarland näher kennenzulernen. Dies geht am besten, wenn man möglichst viel Zeit miteinander verbringt. Mittels unterschiedlicher pädagogischer Aktionen, vor allem aber durch Workshops im Bereich Tanz und Akrobatik, soll diesen Vorstellungen Rechnung getragen werden.

Wie wird der Besuch von rund 40 Gästen finanziert?

Die Finanzierung einer so großen Jugendbegegnung gestaltet sich nicht einfach und ist nur durch die Unterstützung von weiteren Fördermittel- gebern möglich. So bekommen wir speziell für dieses Vorhaben Unterstützung von der BKJ (Bundesvereinigung kultureller Kinder- und Jugendbildung e.V.), dem Partnerschaftsverein Idol e.V. und auch beim Landkreis Börde ist noch ein Antrag in Bearbeitung. Für den Verein allein wäre die Finanzierung unmöglich. Danken möchte ich auch den Gasteltern in Barleben, Wolmirstedt und Umgebung und allen, die uns zur Seite stehen.