Nun ist die 15. Auflage der Kalimandscharo-Festspiele Geschichte, die höchste und wohl salzigste Bühne zwischen Magdeburg und Ostsee abgebaut. Trotz des Auf und Abs in der Wetterküche können die Laienschauspieler des Zielitzer Holzhaustheaters eine positive Bilanz zur diesjährigen Festspielsaison ziehen.

Zielitz l Zum Abschluss der diesjährigen Kalimandscharo-Festspiele sind die Holzhaus-theater-Mimen noch einmal von der Sonne verwöhnt gewesen. Sowohl der Kater Karamba und seine "Spielgefährten" als auch die Olsenbande in doppelter Ausführung konnten auf der Bühne hoch oben auf der Kalihalde ihre schauspielerischen Talente unter Beweis stellen. Das hat die Wetterbilanz dann doch noch etwas mehr ins Positive umgekehrt.

"Immerhin 11,2 Vorstellungen konnten wir auf dem Salzberg spielen. Nur 6,8 Aufführungen mussten in die Ersatzspielstätte im Bergmannssaal des Kaliwerks Zielitz verlegt werden", fasst Bernd Vorpahl, Schauspieler und technischer Leiter der Festspiele, zusammen. Bei zwei Vorstellungen sind die Laienschauspieler und ihr Publikum vom Regen überrascht worden und dann während der Vorstellung mit Kostümen und Requisiten vom Salzberg in den Bergmannssaal gezogen. "Wir haben also zum Beispiel am 12. Juli ein Drittel der Vorstellung auf dem Salzberg gespielt und die restlichen zwei Drittel im Bergmannssaal", nennt Bernd Vorpahl ein Beispiel. Während die Premiere des Märchenspiels von Karamba, dem gestiefelten Kater, auf dem Kalimandscharo gespielt wurde, mussten die Schauspieler die Uraufführung der Komödie "Die Olsenbande sucht Berni sein Zimmer" im Bergmannssaal auf die Bühne bringen. Der Applaus war hier aber dennoch nicht minder tosend, und die Holzhaustheater-Mimen hatten nach eine Vielzahl an Probenstunden auch hier eine Menge Spaß. Ebenso wie bei allen weiteren Auftritten an den diesmal insgesamt vier Theater-Wochenenden.

Sigrid Vorpahl als Prinzipalin des Holzhaustheaters spricht bei der Märchenaufführung am Sonnabend von 100 Probenstunden fast seit Anfang des Jahres für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bis die Inszenierung von Kater Karamba bühnenreif war. Und auch die Texte wollten ja gelernt sein.

Wieviele Zuschauer die Aufführungen letztlich gesehen haben, wissen die Schauspieler des Holzhaustheaters noch nicht genau. Doch Wolfram Brinck, der in dieser Saison den Bandenchef Egon Olsen verkörperte, wagt eine erste Zusammenfassung: "Wir wissen schon, dass rund 3200 Besucher unsere Vorstellungen gesehen haben und darüber freuen wir uns sehr. Schließlich ist das Sommertheaterangebot im nahen Magdeburg sehr vielfältig." Wie alle Holzhaustheater-Mimen weiß er aber auch, dass ohne zahlreiche Helfer und Sponsoren sowie die Familien der Schauspieler so ein Festspiel-Sommer gar nicht möglich wäre. Und das inzwischen zum 15. Mal.

Bevor das Ensemble in die Theaterferien starten kann, steht noch das große Aufräumen auf dem Plan. Viele hundert Meter Ton- und Lichtkabel müssen vom Salz befreit werden, damit sie die Lagerung unbeschadet überstehen. Dekoration und Requisiten wollen geordnet, Kostüme gewaschen und repariert werden. "Damit sind einige Vereinsmitglieder und die Helfer, welche die Kaliwerker extra für die Festspiele als Unterstützung für uns engagiert haben, noch die gesamte Woche nach der letzten Vorstellung beschäftigt", berichtet die Vereinsvorsitzende Sigrid Vorpahl.

Im September nach den großen Sommerferien geht es dann weiter mit der Schauspielerei. Dann startet bereits die 16. Spielzeit des Holzhaustheaters, sicher wieder mit vielen neuen Überraschungen. Wie Sigrid Vorpahl ankündigt, wird am Montag, 8. September, der Unterricht für den Schauspielnachwuchs fortgesetzt. Am Dienstag, 9. September, beginnt um 16 Uhr ein neuer Schauspielkurs für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr. Denn wie in der Vergangenheit schon mehrfach im Holzhaustheater bewiesen worden ist, haben Zielitz und die Orte drumherum viele Talente.

Anmeldungen für den Kurs sind per E-Mail unter info@holzhaustheater.de oder telefonisch unter 039208/24397 möglich.

Bilder