Ihre grundhaft ausgebaute Kleine Straße feierten die Bornstedter mit dem offiziellen Scherenschnitt. Anschließend lud Ortsbürgermeister Andreas Arnecke zu einem kleinen Straßenfest in die Scheune auf Ledderboges Hof.

Bornstedt l Die Sommersonne über Bornstedt hatte sich für einen Tag verkrümelt. Gestrahlt haben an ihrer Stelle die Augen der Bornstedter. "Sonnenallee oder A2-Verlängerung, diese beiden neuen Bezeichnungen kursieren zurzeit im Dorf für die neue Kleine Straße. Mir gefällt `Sonnenallee` besser", betonte Ortsbürgermeister Andreas Arnecke beim feierlichen Scherenschnitt in bester Laune.

Straßenbau lief wie die Fußballweltmeisterschaft

Arnecke lobte: "So gut wie der Straßenbau hier gelaufen ist, das habe ich noch nie erlebt. Und ich komme vom Bau, ich weiß wovon ich Rede. Das lief wie ein Länderspiel, wie die Fußballweltmeisterschaft. Planer, Baufirmen, Bauamt und Anlieger haben wie eine Einheit zusammengewirkt. Der Zeitplan wurde locker eingehalten. Das war allererste Sahne!"

Insgesamt hat der Ausbau der Kleinen Straße knapp 378000 Euro gekostet, davon sind knapp 220000 Euro an Fördermitteln geflossen. "Ohne Fördermittel hätten wir nie bauen können. Die Beiträge für die Anlieger wären zu hoch geworden. Deshalb sage ich Danke an das Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung für die Unterstützung und Danke dem Gemeinderat Hohe Börde, der grünes Licht für das Vorhaben gegeben hat", erklärte Arnecke.

Lediglich 1200 Euro Zusatzkosten wegen eines unvermuteten Rohres im Erdreich waren während der Bauzeit entstanden. "Das ist kaum erwähnenswert. Wir in unseren kleinen Ortschaften bleiben im Kostenrahmen, was man ja von Großprojekten wie dem Berliner Flughafen oder Hamburger Elbphilharmonie nicht gerade sagen kann", verkündete der Ortsbürgermeister stolz.

Ehrengast Landrat Hans Walker war verdutzt über das gehörte Lob: "Nach Straßenbaumaßnahmen ist so etwas wirklich nicht oft zu hören. Das hat ganz sicher auch etwas mit der guten Vorbereitung durch das Bauamt und andere Beteiligte im Hintergrund zu tun - von der Vorbereitung der Förderanträge bis zur Baubegleitung."

Rundum herrschte beste Stimmung am Festband. Die Straßenanlieger Annett Schild und Eckehard Rulf kappten das Band mit Andreas Arnecke unter großem Beifall der vielen Gäste aus dem ganzen Dorf.

Ringstraße steht noch auf Bornstedter Wunschliste

Dann klirrten die Sektgläser. Die Straßenparty ging in der Hofscheune von Steffen Ledderboge weiter.

Für die Zukunft haben die Bornstedter einen weiteren Wunsch: "In der Ringstraße, vor allem im nördlichen Bereich, muss dringend etwas getan werden. Da ich weiß, dass unsere Bürgermeisterin gern fertige Antragsunterlagen in der Schublade hat, wäre das eine neue Herausforderung."

Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel nahm den Wunsch mit einem Lächeln zur Kenntnis und erklärte: "Wir werden sehen, was wir machen können."

Im Herbst werden an der Kleinen Straße noch neue Bäume gepflanzt. Auch die Rasenaussaat für die Grünflächen ist noch zu erledigen. Ansonsten scheint alles perfekt.

Bilder