Insgesamt 18 Jugendliche aus Farsleben und Wolmirstedt haben sich zusammengeschlossen und eine neue Jugend-Rotkreuzgruppe gegründet. Zwei Tage später waren die Freiwilligen zum ersten Mal im Einsatz.

Farsleben l Ganz frisch am vergangenen Freitag gegründet, hatte die Jugendgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Farsleben am Sonntag bereits ihren ersten "Auftritt". Elf der 18 jungen Leute, die sich zusammengeschlossen haben, um sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich zu engagieren, begleiteten ein Team vom Katastrophenschutz zum Schlager- und Volksmusik-Open-Air in Farsleben. "Die Jugendlichen sind mit zur Absicherung hier", erklärte Gordon Westphal, Kreisleiter beim Jugendrotkreuz.

Zwei Wochen hat es gedauert, bis Gruppenleiter Franz Sabrowsky und andere Freiwillige insgesamt 18 Freunde zwischen 13 und 18 Jahren zusammengetrommelt hatten. "Meine Mutter ist beim DRK tätig und machte den Vorschlag", erläutert der 18-Jährige. Kaum war die Idee geboren, hatten sich genügend Freiwillige gefunden, die sich ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz engagieren wollen. Sie hoffen, erklärt der junge Gruppenleiter, dass das DRK als Träger für einen von den Farsleber Jugendlichen gewünschten Jugendclub fungieren könnte. "Ich denke, dass ich durch die Seminare und die Arbeit auch viel für mein Privatleben mitnehmen kann", sagt Franz Sabrowsky.

Auf die Jugendlichen warten nun verschiedene Kurse, in denen ihnen erklärt wird, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Ernstfall anzuwenden sind. "Je nach dem Entwicklungsstand können sie dann immer weiter im Sanitätsbereich eingesetzt werden", informiert Kreisleiter Gordon Westphal. Daneben kommen die Nachwuchs-Helfer auch bei diversen Veranstaltungen in ihrer Heimatregion zum Einsatz - beispielsweise, um Kinder zu schminken. Zudem können sie bei verschiedenen Wettbewerben gegen andere Jugendgruppen aus der Börde ihr Geschick testen.

"Wir arbeiten als Kreisleitung darauf hin, dass die Jugendlichen, sofern Interesse vorhanden ist, irgendwann beim Rettungsdienst, in Altersheimen oder in der häuslichen Pflege tätig werden", sagt Westphal. "Wenn wir nur ein paar Leute gewinnen können, die später hauptamtlich beim DRK arbeiten wollen, haben wir schon etwas gewonnen", fügt er hinzu.