Landkreis Börde (tj) l Als untere Katastrophenschutzbehörde hat der Landkreis zur Bewältigung von Krisenlagen einen Führungsstab vorzuhalten. Um den Menschen wie beim Hochwasser 2013 wirksam helfen zu können, müssen Abläufe immer wieder trainiert werden.

Dazu besuchte der komplette Katastrophenschutzstab des Landkreises nun das Institut für Brand- und Katastrophenschutz des Landes Sachsen-Anhalt in Heyrothsberge. "Hier steht nicht nur ein Führungszentrum, der sogenannte Stabsraum, zum Üben zur Verfügung, hier arbeiten auch Dozenten, die helfen, Handlungsabläufe zu optimieren", erklärt Kreissprecher Uwe Baumgart, der ebenfalls dem Katastrophenschutzstab angehört.

Vor Ort wurden Abläufe zur Bewältigung von Katastrophenlagen geübt. Als Aufgabe stand, die Folgen des Zusammenstoßes eines Regionalzuges mit einem Traktor zu bewältigen. Insbesondere galt es, 120 verletzten Menschen zu helfen. "Neben den Mitarbeitern des Landkreises, aus denen sich der Führungsstab zusammensetzt, waren weitere Experten am Übungsgeschehen beteiligt. Sie werden mit ihrem Fachwissen gebraucht, um schwierige Lagen beherrschen zu können", so Baumgart. Neben dem Chef der Technischen Einsatzleitung und der ärztlichen Leiterin des Rettungsdienstes waren auch die Fachberater der Deutschen Bahn, Sanitäter des Technischen Hilfswerkes, sowie der Kreisbrandmeister in das Übungsgeschehen eingebunden.

Das Resümee der Veranstaltung war schnell gezogen. "Wir kommen wieder", sagte Uwe Baumgart und bedankte sich im Namen von Landrat Hans Walker für die "tolle Unterstützung". Nach Aufarbeitung durch den Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises, die Mitarbeiter hatten die bis Übungsbeginn geheim gehaltene Übungslage im Detail vorbereitet, werden die Hinweise der Experten umgesetzt, "um gut auf mögliche künftige Krisenlagen vorbereitet zu sein."