Die Kreisstraße 1170 wird bis zum 20. August einer Sanierung unterzogen. Betroffen sind Abschnitte von Loitsche über Heinrichsberg bis Glindenberg. Die Sanierung war nötig geworden, um durch Hochwasser entstandene Schäden zu beseitigen.

Elbe-Heide l Anwohner der genannten Bereiche werden bis zur Fertigstellung der Baumaßnahme mit Behinderungen rechnen müssen. Wieder freigegeben ist der Streckenabschnitt von Loitsche nach Heinrichsberg. Baubeginn war der 21. Juli.

Straßensperrung wird heute aufgehoben

Die länger als zwei Wochen währende Sperrung wird am heutigen Freitag um 6Uhr aufgehoben und die Durchfahrt bis Ortseingang Heinrichsberg ist wieder gegeben.

In Heinrichsberg selbst herrschte gestern emsiges Treiben. "Die Gewerke wollen ihre Tätigkeit im Ort so abschließen, dass hier der Verkehr ab kommendem Dienstag um 6Uhr wieder rollen kann", sagt Bauführer Frank Bäthge.

Dass sich die Arbeiten im Abschnitt Loitsche - Heinrichsberg länger als erwartet hinzogen, sorgte gelegentlich für fragende Blicke. "Die Straße wurde am 22. Juli gefräst, danach tat sich bis zum 31.Juli vergleichsweise wenig", sagt Marion Scholz im Volksstimme-Gespräch. "Wir wussten nicht, ob wir als Anlieger die im Bau befindliche Straße nutzen dürfen. Im Nachgang wurde das Verkehrsverbotschild für Fahrzeuge aller Art mit dem Passus ,Anlieger frei` ergänzt und darauf hingewiesen, dass zumindest Anlieger nach Heinrichsberg passieren können", ergänzt Marion Scholz. Auf Nachfrage beim Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung nach dem Grund der Verzögerung wurde seitens des Betriebes auf das schlechte Wetter hingewiesen.

Karin Neuendorf, Leiterin des Betriebes, sagt dazu: "Beim Abfräsen der zu erneuernden Bitumendecke wurde festgestellt, dass die Schäden im Unterbau doch erheblicher waren, als angenommen. Da kommen eben viele Kleinigkeiten ans Tageslicht. Es waren beispielsweise Risse zu versiegeln. Das geht aber nur bei absoluter Trockenheit."

"Wir bitten betroffene Bürger um Verständnis."

Annelen Miehe, Betriebsleiterin

"Um die vorbereitenden Arbeiten bis zum Aufbringen der Bitumenschicht korrekt abzuschließen, haben wir etwas Zeit verloren. Wir bitten die betroffenen Anwohner um Verständnis", ergänzt Karin Neuendorf.

Der für diese Maßnahme verantwortliche Bauführer, Frank Bäthge, erklärte den Verzug auf ähnliche Weise. "Flieskleber, Asphaltierer und Mischwerke haben kurzfristig auf die widrigen Umstände reagieren müssen. Planungen mussten verworfen, Änderungen herbeigeführt werden. Wir werden aber alles tun, um den Fertigstellungstermin zu halten."

Zur gleichen Zeit ist in Heinrichsberg ein anderes Unternehmen beschäftigt, die Umfassungsstraße zu erneuern. Damit sich beide nicht in die Quere kommen, ist eine Ausfahrt belassen worden. Bäthge erklärt das Prozedere. "Ich habe den Bauauftrag vom Landkreis Börde bekommen, die Sperrgenehmigung beantragt und mit dem Bau begonnen."

Die Gemeinde Loitsche-Heinrichsberg ihrerseit hat den Auftrag für die Umfassungsstraße erteilt. Bürgermeisterin Bettina Seidewitz führt die Dopplung auf ein Kommunikationsproblem zurück. "Da ist beim Datenaustausch etwas schiefgelaufen, sonst hätten wir im Vorfeld zeitlich anders geplant", erklärt sie.

Abschnitt Heinrichsberg - Glindenberg ist gesperrt

Eine vollständige Sperrung wird es für den Abschnitt Heinrichsberg - Glindenberg geben. Dieser 1500 Meter lange Abschnitt ist bereits gefräst worden. Auch dort wird, wie im fertiggestellten Abschnitt Loitsche - Heinrichsberg, vor dem Aufbringen des Bitumens Flies mit Asphaltbewehrung geklebt. Darüber hinaus werden zwei Rohrdurchlässe erneuert. "Flies verhindert das Durchschlagen von Rissen zur Fahrbahn, ist also ein schützendes Element", erklärt Betriebsleiterin Annelen Miehe.