Der Internationale Tag der Jugend will auf der ganzen Welt die Belange junger Menschen in den Fokus rücken. Auch in der Hohen Börde wird dieser Gedanke in diesem Jahr unterstützt. Das Jugendbüro hofft auf große Resonanz bei einem geplanten Grillnachmittag.

HoheBörde/Nordgermersleben l Bewusst möchte sich die Gemeinde Hohe Börde in diesem Jahr am Internationalen Tag der Jugend beteiligen. Dieser Tag wird auf Initiative der UNO am kommenden Dienstag begangen, um die Belange von Kindern und Jugendlichen in der ganzen Welt in den Fokus zu rücken. Ziel ist es, dass die Politik so besser auf die Probleme eingeht.

Die Möglichkeit zum Baden im Ökobad besteht

Petra Berndt und Anja Sandt vom Jugendbüro haben anlässlich dieses Gedenktages einen Grillnachmittag in das Ferienprogramm eingeschoben. Dieser soll am 12. August um 12 Uhr am Nordgermersleber Jugendclub beginnen. Willkommen sind aber Kinder und Jugendliche aus allen Ortschaften der Hohen Börde. Nur um Anmeldung wird gebeten, wie Anja Sandt sagt. "Jeder sollte etwas zum Grillen oder zum Trinken mitbringen", fügt die Streetworkerin hinzu. Nach dem Grillen besteht die Möglichkeit zu einem Ausflug ins Nordgermersleber Ökobad, wo gebadet werden kann. Gegen 16 Uhr soll das "Jugendtreffen" langsam sein Ende finden.

Anja Sandt hofft auch, vielleicht bei ausländischen Jugendlichen, die in Deutschland leben oder zum Austausch hier sind, das Interesse für die Veranstaltung wecken zu können. Diese könnten dann Einblicke in ihr Leben und ihre Kultur geben. Aber auch ohne ausländische Gäste wird es genug Gesprächsstoff geben, der zum Internationalen Tag der Jugend passt. Denn der demografische Wandel bringt auch für die Kinder und Jugendlichen in der Hohen Börde einige Schwierigkeiten mit sich.

So weist Anja Sandt zum Beispiel darauf hin, dass mit der Reduzierung der Kinder und Jugendlichen auch die Freizeitmöglichkeiten geringer werden. Die Gelegenheit, von Gleichaltrigen zu lernen, schränke sich immer weiter ein, zumal auch junge Menschen, wenn sie eine Ausbildung finden, nicht selten abwandern und schon in den Jahren zuvor die Schulwege länger werden und eine höhere Mobilität voraussetzen. Einfluss haben dabei auch soziale Netzwerke oder veränderte Strukturen in den Vereinen.

"Wir möchten dem mit gezielter Jugendarbeit entgegenwirken", erklärt Anja Sandt. Sie verweist darauf, dass durch die Öffnung der Jugendclubs in der Hohen Börde und verschiedene Ferienangebote den Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet werden soll, ihre Freizeit attraktiver zu gestalten und mit Gleichaltrigen zusammenzukommen.

Ist die Schulzeit dann erst vorbei, steht mit der Suche nach einer Ausbildung möglichst im Traumberuf für viele ein weiteres Problem an. "Die jungen Menschen sollen nach dem Ende ihrer Schulzeit hier bleiben und nicht aus der Börde abwandern", begründet sie, warum das Jugendbüro der Hohen Börde auch bei der Suche nach einer Ausbildung in der Region, die sich oft als gar nicht so einfach erweist, und beim Schreiben von Bewerbungen behilflich ist.

Anmeldungen für den Grillnachmittag am nächsten Dienstag sind erwünscht unter Telefon: 039204/781125, Handy: 0152/01596526 oder E-Mail: Projekt@hohe-boerde.de