Trinkwasser sprudelt wieder in der Gemeinde Elbe-Heide. Einschränkungen in der Versorgung mit Wasser für Haushalte in Cröchern, Blätz, Dolle, Sandbeiendorf und Burgstall sind seit Sonnabend früh sechs Uhr nicht mehr gegeben.

Sandbeiendorf l Der Wolmirstedter Wasser- und Abwasserverband (WWAZ) hat dringend erforderliche Reparaturen der Trinkwasserleitung im nördlichen Bereich des Verbandsgebietes vorerst abgeschlossen.

Baufahrzeuge und großes Gerät zeugen von einer aufwändigen Aktion am Ortsrand von Sandbeiendorf. Ein Dutzend Fachleute und Rohleitungsbauer sind am Freitagabend um die Baugrube versammelt, um letzte Details geplanter Arbeiten zu beraten. WWAZ-Betriebsleiter Claas Heinemann und Rohrnetzmeister Heinz Ehrecke besprechen mit den Kollegen das weitere Vorgehen, um möglichst ohne Verzug die Reparatur beginnen zu können. Mit den in der Nacht zum Sonnabend ausgeführten Arbeiten wird eine umfangreiche, seit Mitte Juli laufende Baumaßnahme fortgesetzt.

"Der Zahn der Zeit hat an den Trinkwasserleitungen Spuren hinterlassen. Insbesondere die Schieber zeigen sich in marodem Zustand. Höchste Zeit, hier Abhilfe zu schaffen. Schließlich wollen wir die Haushalte auch künftig zuverlässig mit sauberem Wasser versorgen. Dazu ist einwandfrei funktionierende Technik Grundvoraussetzung", sagt Heinemann. Bislang sind die Absperrschieber der Hauptversorgungsleitung nach Dolle und in Sandbeiendorf gewechselt worden. Der Knotenpunkt am Ortseingang von Sandbeien- dorf wurde entflochten und es erfolgte der teilweise Umbau eines Wasserzählerschachtes. "Gravierende Probleme hatten wir nicht", war Heinz Ehrecke mit der Umsetzung der Arbeiten zufrieden. "Das alte Schieberkreuz am Übergabeschacht war zu erneuern. Der Schieber schloss nicht mehr. Im Falle einer Havarie hätten wir viel weiträumiger absperren müssen. Dank Einbau eines neuen Schiebers bleibt dieses Szenario nun aus."

Alle Beteiligten legten sich mächtig ins Zeug. Es wurde gesägt, geschraubt und geschweißt und die Bauarbeiten gegen 6 Uhr in der Früh beendet. Danach waren die Systeme zu entlüften und zu spülen. Um 9 Uhr - exakt nach Plan - stand den Haushalten wieder sauberes Wasser zur Verfügung. "Hier sind wir durch, der Schieber schließt perfekt", sagt Heinz Ehrecke. "Die Grube ist verbaut und versandet. Wir werden in den kommenden Tagen das Ergebnis unserer Arbeit genau unter die Lupe nehmen, um mögliche Undichtigkeiten aufzuspüren. Wasser entwickelt enormen Druck und kann Leitungen sogar auseinanderschieben. Wenn alles gutgeht, wird die Grube Mitte der Woche verfüllt, verdichtet und in ihren Ursprungszustand zurückversetzt."

Weitere Arbeiten sind ab Mitte August geplant. Dabei muss der Düker zwischen dem WWAZ und dem Wasserverband Stendal-Osterburg an der Gemarkungsgrenze erneuert werden. "Wir haben das Freitagnacht bei den arbeiten des WVSO festgestellt. Der Düker ist stark inkrustiert und muss ausgewechselt werden", blickt Heinz Ehrecke voraus.