So viele Läufer wie diesmal haben noch nie an einem Kanal-Ultra in Wolmirstedt teilgenommen. Insgesamt 92 Männer und Frauen meldeten sich für die 30 Kilometer lange Strecke an, 14 Teilnehmer wagten sich auf die doppelt so lange Route.

Wolmirstedt l Als Innenminister Holger Stahlknecht am Sonnabend um 9 Uhr den Startschuss für die zweite Etappe des 5. Wolmirstedter Kanal-Ultras abfeuerte, machten sich 92 Läufer auf den Weg auf die 30 Kilometer lange Strecke. "Das ist ein Teilnehmerrekord", sagte Petra Schultz kurz nach dem Start erfreut. Sie ist Vorsitzende des Vereins "Magdeburger Laufkultur 08" und hat den Kanal-Ultra zusammen mit Sabine Stephan und Heiko Björn organisiert.

"Es spricht sich herum, dass es bei uns so familiär ist."

Petra Schultz, Vorsitzende des Vereins "Magdeburger Laufkultur 08"

Zwei Stunden zuvor hatten sich bereits 14 Läufer auf den Weg gemacht, um insgesamt 60 Kilometer zu überwinden. - ebenfalls ein Teilnehmer- rekord. "Ich bin sehr stolz", betonte Petra Schultz, selbst leidenschaftliche Läuferin. "Es spricht sich herum, dass es bei uns so familiär ist und dass die Läufer bei uns gut aufgehoben sind." Zehn Radfahrer begleiteten die Ultra-Läufer entlang der Strecke, an insgesamt sechs Verpflegungsstationen konnten die Teilnehmer unterwegs ihren Durst stillen, Obst essen und mit Salzkeksen ihren Elektrolyte-Haushalt wieder auffüllen. "Sonst würde man Krämpfe bekommen", erläuterte die Mit-Organisatorin.

Die Route führte die Teilnehmer von der Schlossdomäne aus diesmal unter anderem durch das Küchenhorn, zum Mittellandkanal, über die Doppelschleuse Hohenwarte, durch den Kühlzauer Forst und auf dem Rückweg über Elbeu wieder zum Ausgangspunkt. "Die 60-Kilometer-Läufer rennen die Strecke zweimal", erklärte die Vereinsvorsitzende. Zum ersten Mal durften die Organisatoren ihre Lieblingsstrecke wählen. "Wegen einer Baustelle am Kanal mussten die Läufer sonst immer komplett durch das Küchenhorn und konnten nicht so lange am Kanal entlang", erläuterte Petra Schultz.

Nach 2 Stunden und 23 Minuten passierte der erste 60-Kilometer-Läufer zum ersten Mal die Start- und Ziel-Linie: Daniel Knauer aus Veckenstedt. Er siegte schließlich auch nach der zweiten Runde mit einer Bestzeit von 4 Stunden, 54 Minuten und 13 Sekunden. Die 30-Kilometer-Route schaffte bei den Herren erneut Frank Schauer am schnellsten. "Er ist der amtierende deutsche Marathon-Meister und hat bisher jedes Mal auf der 30-Kilometer-Strecke gewonnen", erinnerte sich Petra Schultz. Frauen waren nur auf der kürzeren der beiden Strecken angetreten. Die Schnellste war mit einer Zeit von 2 Stunden, 8 Minuten und 38 Sekunden Silke Zimmermann aus Burg. Für das 5. Kanal-Ultra waren die Teilnehmer unter anderem auch aus München, Bremen und Berlin angereist. Ein Läufer stammte sogar aus Estland.

 

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