Der Irxleber Kirchplatz wird neu gestaltet. Die Gemeinde Hohe Börde baut das holprige Gelände für 200000 Euro um. Davon fließen gut 112000 Euro an Fördermitteln. 2014 feiert Irxleben sein 1000-jähriges Bestehen.

Irxleben/HoheBörde l Der Kirchplatz mit der in Wilhelminischer Zeit errichteten Eustachiuskirche gilt als ortsbildprägend. Der Kirchenförderverein veranstaltet regelmäßig Konzerte, Gastspiele von Folkloregruppen und Dorfhöhepunkte wie die Walpurgisnacht oder den Tag der Regionen in und an der Kirche. Das Areal hat sich zu einem belebenden Mittelpunkt kultureller Aktivitäten gemausert. Die Kirchengemeinde strebt für St. Eustachius die Etablierung als Europakirche an. Die politische Gemeinde unterstützt dieses Ansinnen.

Erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln

Das tausendste Jubiläum der Ersterwähnung von Irxleben soll mit einem schmucken Kirchplatz ein würdiges Zentrum bekommen. Die Gemeinde Hohe Börde hatte Anfang des Jahres als kommunale Nutzerin des der Kirchengemeinde gehörenden Platzes einen Förderantrag für die Neugestaltung gestellt. Mit Erfolg!

Der Förderbescheid über 112000 Euro ist vor Wochen im Irxleber Rathaus eingetroffen. Der Gemeinderat hat nach intensiver Diskussion die Planungsentwürfe bestätigt. Wegen des Platzcharakters halten sich die Beiträge für die Anlieger in Grenzen. Plätze sind von der Veranlagung der Anlieger ausgeklammert. Lediglich eine Erschließung durch Straße und Wege zählt. Diesbezügliche vermutete Unklarheiten hatte einige Mitglieder des Gemeinderates bei der Bestätigung der Planungsentwürfe noch zögern lassen. Eine Vertagung wollte aber die Ratsmehrheit nicht und gab grünes Licht.

Bauarbeiten sollen möglichst bald beginnen

Nun fehlt noch die Zustimmung der Denkmalschutzbehörde, dann könnten die Bauarbeiten beginnen. Die Gemeinde will so schnell wie möglich starten, denn die Zeit drängt angesichts des Umfangs der geplanten Arbeiten.

Zu den Baudetails: Die an der Ostseite des Platzes vorhandene, mit Wildpflaster befestigte Fläche bleibt erhalten und wird höhenmäßig angepasst. Um die Erreichbarkeit der Kirche zu erleichtern wird ein Natursteinplattenstreifen bis zum Haupteingang der Kirche angeordnet. Die weiter verlaufende Zuwegung wird aufgenommen und auch höhenmäßig angepasst. Die vorhandene Treppe erhält eine zusätzliche Stufe aus rotem Sandstein. 13 Parkstellplätze sollen geschaffen und mit Rasenpflaster befestigt werden. Um die Parkplätze zu erreichen, wird eine Fahrgasse angeordnet, die mit Kleinpflaster aus Granit befestigt wird. Die restlichen bisher mit Schotter befestigten Flächen werden mit Schotterrasen in einer Schichtdicke von 20 Zentimetern versehen.

Baumanpflanzungen sind nicht vorgesehen. Alle Grünflächen erhalten eine Oberbodenandeckung auf dem neuer Rasen gesät werden soll. Der um die Kirche verlaufende Wildpflaster-Streifen und die sich anschließenden Grünflächen werden bis auf den Bereich am Haupteingang nicht verändert. Lediglich punktuell werden Reparaturarbeiten mit dem vorhandenem Material vorgenommen. Ebenfalls zum Bauumfang gehören neue historisierende Laternen. Das bisher sichtbare Fundament für den Weihnachtsbaum wird im Boden versenkt.

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