Die St.-Mauritius-Kirche in Angern ist in den vergangenen Jahren umfassend saniert worden. Motor dabei waren auch der Kirchenförderverein und Pfarrerin Christa Kohtz. Gegenwärtig laufen Arbeiten an der Winterkirche.

Angern l Im Mai 1996 gründete sich der Förderverein Kirche Angern. "Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kirche baulich instand zu setzen sowie sie als Baudenkmal und Kulturstätte zu erhalten", berichtet Vereinsvorsitzender Sven Widdecke, der auch Vorsitzender des Gemeindekirchenrates ist.

Das Wirken des Vereines wurde zu einer wahren Erfolgsgeschichte. St. Mauritius ist in den vergangenen Jahren förmlich einer Verjüngungskur unterzogen worden. Ein neues Dach, Erneuerung des Turmes und in jüngster Zeit die Sanierung von Decke, Wänden und Fußboden im Kirchenschiff waren dabei die aufwändigsten Maßnahmen. Der Verein warb dafür immer wieder Spenden ein, die die Mittel der Kirchengemeinde, der politischen Gemeinde, des Kirchenkreises und auch aus der Leader-Förderung der Europäischen Union ergänzten.

Schelllack für die Kanzel

"Bei der jüngsten Baumaßnahme im Kirchenschiff wurden unter anderem der Fußboden erneuert, komplett neue Kirchenbänke eingebaut, 70 Quadratmeter Decke ausgetauscht und die Wände neu gemalert", zählt Sven Widdecke auf. Auch die gesamte Elektrik wurde auf einen modernen Stand gebracht. "Bemerkenswert sind die neuen Wandleuchten, die den Wandkerzenhaltern nachempfunden wurden, die wir auf einem alten Foto aus dem Jahr 1900 entdeckt haben", berichtet Widdecke.

Allem Anschein nach ist die Kirche nun vollständig saniert. "Der Altar und die Kanzel müssen aber noch restauriert werden", schränkt der Vereinsvorsitzende ein. Dabei soll möglichst der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden. Das bedeutet aufwändige Oberflächenbehandlung mit Schelllack und Goldfarben."Doch dafür ist noch kein Geld da", bedauert Sven Widdecke, "wir haben uns noch nicht einmal an einen Kostenvoranschlag herangewagt."

Herangewagt haben sich die Mitglieder der Kirchengemeinde und des Fördervereines allerdings an den Raum hinter dem Altar. Der ist beheizbar und kann deshalb im Bedarfsfall als Winterkirche genutzt werden.

In Eigenregie haben freiwillige Helfer den maroden Trockenbau entfernt und den alten Putz abgeklopft. "Die Wände sollen wieder wie früher verputzt werden. Vorher ist noch die neue Elektroinstallation einzubauen", berichtet Widdecke bei einem Arbeitseinsatz in der vergangenen Woche. Dabei ging es vor allem um die Reinigung der Baustelle.