Ein Blutspendetermin hat am Mittwoch in Groß Ammensleben stattgefunden. Der Zuspruch an diesem späten Nachmittag war trotz der Sommerzeit gut. Zwischen 16 und 20 Uhr kamen nicht weniger als 37 Bürger, darunter zwei Erstspender.

Groß Ammensleben l Der Bedarf an Blut wächst schneller als die Zahl der Spender, gerade in den Sommermonaten. Keiner weiß dies besser als Gordon Westphal. Also ging der Rettungsassistent und Chef des Jugendteams der DRK-Ortsgruppe Groß Ammensleben in die Offensive und rührte für den jüngsten Spendetermin die Werbetrommel - auch in der Volksstimme.

"Der Aufruf hat einiges bewirkt", zeigt sich Gordes Westphal über das Ergebnis des jüngsten Blutspendetermins im Kirchengemeindezentrum sehr zufrieden. Einmal mehr war hier am späten Mittwochnachmittag das Blutspendemobil aus Dessau abgeparkt. In der Zeit von 16 bis 20 Uhr gaben nicht nur Groß Ammensleber ihren roten Lebenssaft, die Spender kamen aus der gesamten Niederen Börde. Insgesamt waren es 37 Frauen und Männer, darunter zwei Erstspender.

"Man kann die Bedeutung einer Blutspende gar nicht hoch genug einschätzen. Sie können in Notfällen Leben retten und dienen dazu, lebenswichtige Medikamente herzustellen. Mit diesen Argumenten gehen wir vor jedem neuen Blutspendetermin in die Offensive und stoßen bei den Bürgern auf großen Widerhall, besonders in den Sommermonaten", erläutert der Rettungssanitäter.

Der 74-jährige Hans-Jo- achim Boesche scheut schon seit der Wende nicht den Weg von Dahlenwarsleben nach Groß Ammensleben. 76 Mal tat er das in der Vergangenheit und wie er meinte, braucht er keine besondere Aufforderung: "Blut hilft nun einmal, Leben zu retten und kranke Menschen zu heilen. Ich denke, irgendwann steht jeder in der Pflicht", so der Dahlenwarsleber. "Und ich tue nicht nur mir etwas Gutes, ich bin froh, wenn ich mit meinem Blut anderen helfen kann." Der 54 Jahre alte Gutensweger Jürgen Zeitz kann sich noch sehr genau an seine erste Blutspende erinnern: "Es war am 19. Dezember 1979 zu meinem 18. Geburtstag. Und seitdem habe ich es auf 87 Mal gebracht." Für Gabriele Schellhase (51) dagegen war es am Mittwoch die erste Spende. "Aber ich werde garantiert wieder kommen",. so die Kindergartenleiterin aus Gutenswegen. Im Gemeindezentrum fühlen sich die Spender sichtlich gut aufgehoben "Aber nicht nur, weil wir hier gut betreut, sondern auch bestens versorgt werden", wie Ullrich Block (53) versichert, der in den vergangenen Jahren 65 Mal zur Blutspende kam.