Dahlenwarsleben l Einmal im Jahr wird es richtig laut in dem kleinen und verträumten Dahlenwarsleben. Für zwei Tage im August sind dann rockige Gitarrenklänge und dumpfe Bässe von einer Koppel zu hören, die sonst den Pferden vorbehalten ist. So am vergangenen Freitag und Sonnabend bereits zum 14. Mal geschehen. "Es war am Sonnabend dann auch lange nach Mitternacht", so Annette Pötke vom Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Dahlenwarsleben, "als nach zwei lärmintensiven Tagen wieder Ruhe (auf der Bühne) am Westertor einzog. Dass die Gäste so lange durchgehalten haben, zeigt uns, dass die Veranstaltung ,Rock auf der Koppel` beliebter denn je ist."

Ein gutes Stück können sich die Mitglieder des Kulturvereins um ihren Vorsitzenden Martin Toeniges den Erfolg auf die Fahne schreiben. Denn die inzwischen 14. Auflage ist die erste Veranstaltung, die in heimischer Regie organisiert wurde.

"Es wurde auch endlich Zeit, dass lokale Befindlichkeiten verstärkt in die Rock-Veranstaltung einfließen", erläutert Annette Pötke. Und die Mitglieder des Kulturvereins haben Wort gehalten. So sorgte die Dahlenwarsleber Gruppe "De Mädels" als "Vorgruppe" mit drei ihrer Songs für gute Laune. Ausgesprochen ausgelassen war zumindest am Sonnabend das junge Publikum, das in den Jahren zuvor nur Zaungast war. "Diesmal sind wir in den zweiten Tag mit einem Kindernachmittag gestartet", so das Vorstandsmitglied. Und den Mädchen und Jungen, die in großer Zahl auf die Koppel kamen, wurde mit Clownin Ambrosia von Serpens ein echter (Kinder)Star geboten.

Doch auch die Rockfans hatten keinen Grund zu meckern. Am 29. und 30. August standen jeweils drei großartige Bands auf der Bühne am Westertor. Den Anfang machte am Freitag "Fenestra Temporis" aus dem Landkreis Börde, es folgte "Sticky Strings" aus Bernburg, bevor die Band "South MD" zu später Stunde den ersten Abend lautstark ausklingen ließ.

Hielt sich der Besucherstrom am Freitagabend noch in Grenzen, so war am Sonnabend zu später Stunde die Koppel rappelvoll. Was die Bands "Disput", "Captain Silver" sowie "Broncos" zusätzlich herausforderte. "Broncos", der musikalische Dauerbrenner in Dahlenwarsleben, gab als Rolling Stones Coverband dabei einmal mehr den Takt vor. Die Band fühlte sich auch als letzte Formation "schuldig", dass das Gros der Gäste, darunter auch Hanna Curtis aus Australien, erst lange nach Mitternacht das Feld räumten.

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