Zwei Vereine - ein Gedanke. Seit Jahren spannen sich die Feuerwehr und der Kulturverein bei der Organisation des Lindhorster Sommerfestes gemeinsam vor den Karren. Und die Seniorengruppe mischt ebenfalls mit. Auch in diesem Jahr wieder mit Erfolg.

Lindhorst l "Da Otto Reutter schon tot ist und Walter Plathe nicht kann, bin ich heute hier", eröffnete Manfred Brandt am Sonnabend seine Showeinlage beim Lindhorster Sommerfest. Der Mann aus Wannefeld in der Altmark bot die Couplets des großen Gardeleger Sohnes Otto Reutter (1870 - 1931) leidenschaftlich dar und erfreute damit das Publikum am Bürgerhaus. Der Humor steckte an.

"Wir bewegen uns in der Geschichte mal ein bisschen nach hinten", kommentierte Antje Gellert als Vorsitzende des Kulturvereins Lindhorst die Wahl des Programmpunktes. Die Geschichte ließen aber auch die Treckerfreunde aus Angern aufleben, indem sie ihre alten tuckernden Schmuckstücke zur Schau stellten. Mancher Blick blieb an den alten Fahrzeugen der Marke Lanz-Bulldog hängen und auch für manche Fachsimpelei waren die Treckerfreunde offen. Die Lindhorster Motorradfreunde wollten ebenfalls nicht nur unter sich bleiben. Wie Antje Gellert sagte, hatten die Motorradfreunde eine Ausfahrt gemacht, die sie dann am Bürgerhaus enden ließen. Ein Parkplatz war schnell gefunden, so dass die Gäste ihre Gefährte dann bestaunen konnten.

Insgesamt hatten die Mitglieder des Kulturvereins und der Feuerwehr bei der Gestaltung des Nachmittages aber an alle Altersgruppen gedacht - eben so wie es sich bereits in den vergangenen Jahren bewährt hat. So kamen zunächst die jüngsten Gäste zu Wort, als die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Heideblümchen" ihren großen Auftritt hatten. Und auch danach war es den kleinen Gästen nicht langweilig. Sie konnten malen, basteln, auf der Hüpfburg hopsen, töpfern oder die alten Geschicklichkeitsspiele wieder aufleben lassen. Passend zur Feststimmung konnten sich die Knirpse lustige Gesichter schminken lassen. Sich mit dem Kremser durch den Ort chauffieren lassen, brachte ebenfalls den jüngsten Gästen viel Spaß.

Die Älteren genossen unterdessen die Sommerfrische gut "überdacht" bei Kaffee und Kuchen oder auch bei Gegrilltem. Die Mitglieder der Seniorengruppe hatten sich wieder intensiv darum gekümmert, dass das Kuchenbüffet reichlich gefüllt war. Für die musikalische Unterhaltung beim Kuchenschmaus sorgte der "Orgel-Felix" mit seiner Drehorgel, der aus Dodendorf angereist war. Und so ließ es sich bei Musik und guter Laune bis in die Abendstunden aushalten.

Am Abend gehört dann "Andy Wilde Co." die Bühne. Die Band nahm die Gäste mit auf eine musikalische Zeitreise durch mehrere Jahrzehnte und unterhielt mit Pop ebenso wie mit Stimmungsliedern und Oldies. Und als die Party langsam zu Ende ging, hörte man manchen sagen: "Wahnsinn, wie es die Lindhorster immer wieder schaffen, so schöne Feste zu organisieren und die Leute zu bewegen."

Dabei ist das eigentlich kein Wunder, denn schon ein Sprichwort sagt: "Übung macht den Meister". Lange mussten die Herren von der Feuerwehr rechnen, um zu ermitteln, dass wievielte Sommerfest nun schon in Lindhorst gefeiert werden konnte. Das 22. war es. Den Anfang hatten einst die Feuerwehrkameraden allein gemacht, seit einigen Jahren läuft es aber mit den Mitgliedern des Kulturvereins und der Seniorengruppe Hand in Hand. Und wie jeder sehen kann, immer wieder mit großem Erfolg - selbst wenn es manchmal wie in diesem Jahr schwer einzuschätzen ist, was das Wetter im Laufe des Nachmittags noch bringen mag.

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