Die umfangreichen Sanierungsarbeiten im Innenraum der Burgstaller Kirche liegen im Zeitplan. Das rund 130000 Euro teure Bauvorhaben fördert die Europäische Union aus ihrem Leader-Programm mit 40000 Euro.

Burgstall l Noch ist das Ergebnis der bereits erledigten Arbeiten im Burgstaller Kirchenschiff durch die Rüstung verdeckt. "Die wird aber jetzt abgebaut", informierte Planer und Baubetreuer Heinz Tietke, "danach kommt eine professionelle Reinigungsfirma, um den Innenraum der Kirche möglichst wirkungsvoll vom Baustaub zu befreien."

"Die Kirchenorgel kann voraussichtlich im November wieder gespielt werden."

Das ist erforderlich, damit die Orgelbauer ihre Arbeit aufnehmen können. Die Orgel war im Frühjahr demontiert worden und wurde in einer Orgelbauerwerkstatt in Salzwedel aufgearbeitet. "Bis Ende September soll sie wieder eingebaut sein", kündigte Heinz Tietke an, "dann muss das Instrument noch gestimmt werden, so dass es vermutlich im November wieder gespielt werden kann."

Bereits fertig sind die meisten Holzarbeiten. So hatten die Tischler sämtliche Kirchenbänke ausgebaut und einer Reparatur unterzogen. Zum Arbeitsumfang gehörte beispielsweise auch eine Reparatur der Kirchentür sowie das Fräsen von Nuten für Elektrokabel.

"Ein neuer Elektroverteilerschrank wurde aufgestellt und die Kabel für die Sitzheizung im Fußboden verlegt", zählte Heinz Tietke weitere Arbeiten auf, die mittlerweile abgeschlossen sind.

Jetzt können sich die Maler voll entfalten. "Oberhalb der Empore haben wir die Kirchenwände bereits neu gemalert", berichtete Gerald Hillert. Der Malermeister aus Colbitz sammelte bereits umfangreiche Erfahrungen beim Ausmalen von Kirchenschiffen. "Wir haben unter anderem schon in den Kirchen von Colbitz und Lindhorst die Pinsel geschwungen", erzählt er. Sobald die Rüstung ausgebaut ist, beginnt er mit seinem Gesellen Ingolf Hintz damit, den Wänden unterhalb der Empore einen neuen Farbanstrich zu geben. Einen etwas feineren Pinsel benutzt Heinz-Peter Schmidt.

"Für die Sterne in der Apsis verwende ich reines Blattgold."

Der Restaurator aus Groß Rodensleben kümmert sich um den Sternenhimmel der Apsis. Auf dem strahlend blauen Grund, mit einem mineralischen Anstrich hergestellt, werden nach Abschluss der Arbeiten 194 Sterne leuchten. "Dafür verwende ich reines Blattgold", erklärt der Restaurator, während er die Sterne in den verschiedenen Größen aufträgt.

Bei Pfarrer Dieter Kerntopf besteht zudem noch die Möglichkeit, gegen eine Spende, einen dieser Sterne als Pate zu erwerben. Damit soll das Vorhaben mitfinanziert werden.

Die Fenster des Gotteshauses waren bereits vor einigen Jahren erneuert worden. Ein Teil der Decke wurde vor 20 Jahren restauriert. Bis zum November dieses Jahres soll nun die Werterhaltung der 1843 im neogotischen Stil gebauten Kirche abgeschlossen sein.

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