Wolmirstedt l Die FAS-World Organisation, gegründet von Pflegeeltern, Ärzten und Therapeuten, hat den Tag des alkoholgeschädigten Kindes seit 1999 ins Leben gerufen, um den Fokus ein wenig mehr auf dieses brisante Thema zu lenken.

Genau das tat Martina Engelhard-Oxe von der Drogen- und Suchtberatung Haldensleben als sie die Evangelische Fachschule für Soziale Berufe in Wolmirstedt besuchte. Anhand von Bildern und Infomaterial wurden die angehenden Erzieher für dieses Thema sensibilisiert und aufgeklärt. In der Gesprächsrunde zeigte sich sehr schnell, dass die Schüler in der Vergangenheit kaum oder gar nicht damit konfrontiert wurden. Und so fielen Sätze wie: "Es ist eine Problematik, die selten thematisiert wird" und "Mit dem Wissen bekommt man auf einmal einen ganz anderen Blick auf die alkoholgeschädigten Kinder, aber auch auf die Eltern".

Martina Engelhard-Oxe verwies darauf, dass das Trinken in der Schwangerschaft im Alltag noch immer viel zu sehr heruntergespielt wird. "Es bringt mich zur Weißglut", so die Präventions-Fachkraft, "wenn selbst Frauenärzte sagen, dass ein Glas in der Schwangerschaft nicht schadet. Denn aus einem Glas werden ganz schnell zwei." Sie ist absolut der Meinung, ganz auf das Trinken in der Schwangerschaft zu verzichten. Deshalb liegt es ihr am Herzen, Erzieher aufzuklären, denn sie stehen in unmittelbarem Kontakt mit den Eltern und Kindern. Natürlich möchte sie aber auch, dass die Fachschüler ebenso ihr eigenes Verhalten zu Fragen des Alkohols bewusster wahrnehmen.