Barleben l Anlässlich des 10. Geburtstages des Internationalen Gymnasiums Pierre Trudeau in Barleben hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Freitag die Schule besucht. Bevor er neben weiteren prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft eine Festrede hielt, traf er sich mit Schülern der 10. Klasse, um über das Thema Internationalität zu sprechen.

Studium im Ausland durch hohe Sprachkompetenz

"Wir brauchen mehr Internationalität in Sachsen-Anhalt", betonte er. Hohe Sprachkompetenzen würden es ermöglichen, auch in anderen Ländern zu studieren. Die dort geknüpften Kontakte und Erfahrungen könne man im Heimatland wiederum nutzen, um Marktbeziehungen aufzubauen. Sprachen seien jedoch das "Sahnehäubchen", die Grundlagen, um ein Studium zu meistern liegen ihm nach in Fächern wie Deutsch, Mathe und Chemie. Er selbst partizipiere auch in seinem Beruf als Politiker positiv von dem Wissen aus seinem naturwissenschaftlichen Studium.

Nach den Worten Haseloffs zur Bedeutung von Internationalität hatten die Schüler Gelegenheit, dem Ministerpräsidenten eigene Fragen zu stellen. Eine Schülerin wollte beispielsweise wissen, in welcher Form die Landesregierung junge Leute unterstützt, die später in der europäischen Politik tätig werden wollen. Haseloff erklärte, dass es die Möglichkeit gebe, ein Praktikum bei der Ländervertretung in Brüssel oder auch in Berlin zu absolvieren.

Werdegang, "wie das Leben so spielt"

Einen anderen Schüler interessierte es wiederum, was Reiner Haseloff von der Naturwissenschaft in die Politik gezogen habe. Der Ministerpräsident erklärte, dass sich sein Werdegang nach der Wende durch einige Automatismen so erge-ben habe - "wie das Leben so spielt".

Nach der Gesprächsrunde, den anschließenden Grußworten der geladenen Gäste sowie einem Auftritt des Chores und der 12. Klassen fand vor dem Schulgebäude ein Geburtstagsfest statt - mit Live-Musik und Getränkeausschank.