Mit einem interaktiven Theaterstück, Mitmachkonzert und üppigem Kuchenbasar haben Kinder und Erzieher der Tagesstätte "Storchennest" in Wolmirstedt ihr Sommerfest gefeiert. Höhepunkt der Veranstaltung war die Namensgebung der einzelnen Kita-Gruppen.

Wolmirstedt l Zum alljährlichen Sommerfest hatte sich die integrative Kindertagesstätte "Storchennest" in der Wolmirstedter Gipfelstraße zur Spielwiese für die Kinder und zum gemütlichen Treff für Mama und Papa, Oma und Opa und die anderen Besucher verwandelt. Das bunte Treiben eröffneten Kantorin Konstanze Schlegel und Peter Hugo vom Bodelschwingh-Haus mit Kinderliedern, die fast alle mitsingen konnten.

"Auch wenn sich die Sonne versteckt hat, hoffe ich sehr, dass es ein schönes Fest wird und alle viel Spaß haben", sagte Kita-Leiterin Ina Ehrhardt zur Begrüßung. Sie dankte allen, die an der Vorbereitung beteiligt waren. Bevor sich dann alle großen und kleinen Gäste am üppigen Kuchenbuffet oder Grill stärken konnten, gab es die langerwartete Namensgebung der Gruppen - Höhepunkt des Sommerfestes. Eine Woche lang hatten sich die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen selbst Namen überlegt. Die Krippenkinder heißen jetzt kleine Störche oder kleine Mäuse, die anderen Glühwürmchen, Käfer, pfiffige Maulwürfe, flinke Frösche und fröhliche Fische.

Nacheinander wurden die Gruppen von der Kita-Chefin auf der Bühne feierlich "getauft", jedes Kind bekam ein niedliches, gebasteltes Namensschild um den Hals. Die Käferkinder hatten sich als einzige Gruppe sogar einheitlich kostümiert. Bei jeder Namensgebung klickten vor der Bühne unzählige Kameras. Aber auch sonst gab es viel für das Familienalbum festzuhalten. Der kleine Marco durfte das erste Mal reiten, Lena und Wiebke ließen sich als Löwen schminken, andere Kinder versuchten sich an den vielen Mitmachangeboten oder Geschicklichkeitsspielen. Den Flohmarkt besuchten mehr die Erwachsenen.

Umbau noch nicht fertig

Für Unterhaltung sorgten der Auftritt der "Tanzmäuse" aus Niederndodeleben und zum krönenden Abschluss eine kleine Theateraufführung der Erzieher. "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" war ein kindgerechtes Stück mit ausgesprochen spielfreudigen Akteuren. Brandmeister Otto (Anja Otto) bezog die Kinder ins Stück mit ein, so konnten sie Wichtiges lernen. Welche Nummer muss man wählen, wenn es brennt? 112 brüllten die Kinder. Darf man aus dem Haus gehen, wenn der Ofen noch an ist? Nein, nein, nein! Und sollte man lieber nicht auf das Eis gehen? Jaaaa erschallte aus vielen Kehlen. An dem Stück hatten auch die Erwachsenen viel Spaß. Mehrmals gab es Zwischenapplaus, beispielsweise als Oma mal wieder den Kuchen im Ofen vergessen hatte und im Qualm aufgeregt herumhopste. Oder als die Feuerwehr lossauste und in kurzer Zeit das Feuer gelöscht hatte. Oder als ein Junge im brüchigen Eis der Ohre einbrach und die Kameraden Hilfe leisteten.

Noch lange saßen große und kleine Besucher des Festes zusammen und plauderten. Auch Fragen zum Umbau der Einrichtung gab es, die über 40 Jahre alt ist und vor zwei Jahren knapp an der Schließung vorbeigerauscht war. Mittlerweile sind die Sanitäranlagen aufwendig saniert, wurden Brandschutzmaßnahmen realisiert, die Gruppenräume modernisiert. "Aber noch immer ist der Umbau nicht abgeschlossen und die mögliche Erweiterung steht noch in den Sternen", informierte Ina Ehrhardt im Pressegespräch. Die 20 Mitarbeiter der integrativen Kita "Storchennest" betreuen derzeit 132 Kinder, darunter zehn mit Behinderung. Die Einrichtung verfügt über eine parkähnliche Außenanlage mit Rodelberg und Vogelnestschaukel, einen 80 Quadratmeter großen Psychomotorikraum, eine Kinderküche und einen "Snoozelraum" - ein Schlummerzimmer. Nach dem Auszug der Arge im Vorjahr könnte die Kindertagesstätte um 340 Quadratmeter vergrößert werden. Vielleicht sind bis zum nächsten Sommerfest dafür die letzten Hürden genommen. Dann hätten die Storchenkinder wieder etwas zu feiern.

   

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