Stimmungsvolle Fotografien, die Heidefotograf Bernd Luge im Lindenwald und im Buktum geschossen hat, sind derzeit in der Colbitzer Paulus-Kirche zu sehen. Die Ausstellung war beim Heide- und Bockbierfest eröffnet worden.

Colbitz l "Willkommen und Abschied - Der Zyklus des Jahres in Fotografien" lautet das Thema der Fotoausstellung. Auf 28 Bildern hat Bernd Luge die Stimmung im Lindenwald und im Buktum im Wechsel der Jahreszeiten eingefangen. Da sind Fotos von der prachtvollen Blüte der Anemonen zu sehen, grünt es üppig im größten zusammenhängenden Lindenwald Europas, zeigt sich im Herbst ein prächtiges Farbenspiel oder deckt der Schnee die Natur sanft zu.

"Als es den Begriff Fotografie noch nicht gab, sprach man von Lichtmalerei."

Der Wahl-Magdeburger Bernd Luge kam in Dahlenwarsleben zur Welt und wuchs in Cröchern auf. "Schon von Kindesbeinen an bin ich viel durch den Wald gelaufen", berichtete er den Gästen der Ausstellungseröffnung in der Paulus-Kirche. Die Liebe zum Wald hält bei Bernd Luge bis heute an. Das belegen die Fotografien, die die Natur manchmal sehr detailliert abbilden und damit aus einer anderen Welt zu stammen scheinen.

Bernd Luge arbeitet dabei viel mit Lichteffekten. "Zu früheren Zeiten, als der Begriff Fotografie noch nicht verwendet wurde, sprach man von Lichtmalerei", so der Künstler, der sich selbst auch als Lichtmaler sieht.

Zu sehen ist unter anderem eine der wohl letzten Fotografien vom sogenannte Tor zum Lindenwald. Mittlerweile ist der geschwungene Ast leider abgebrochen. Auch von dickem Grünspan bedeckte Granaten hat Bernd Luge auf dem Waldboden gefunden und abgelichtet.

Luge hat seine Fotografien bereits in mehreren Ausstellungen der Öffentlichkeit gezeigt. So stellte der Künstler unter anderem im MDR-Landesfunkhaus oder im Magdeburger Kulturzentrum "Feuerwache" aus. Auch beim Hoffest anlässlich des Tages der Regionen in Lindhorst waren schon des Öfteren Schauen von Bernd Luge zu sehen.

Die Vernissage gestaltete mit Dobrin Stanislawow ein langjähriger Freund von Bernd Luge mit. Der in Meiningen geborene Künstler verzauberte die Paulus-Kirche mit sphärischen Klänge, die er unter anderem einem Didgeridoo oder einer Panflöte entlockte.

"Die Idee zu dieser Ausstellung gibt es schon einige Jahre. Aber immer gab es Zeitprobleme, um zueinander zu finden", sagte Pfarrer Dieter Kerntopf, der die Künstler und Ausstellungsbesucher herzlich begrüße. Noch bis zum 19. Oktober sind die 28 schlicht gerahmten Bilder in der Colbitzer Paulus-Kirche zu sehen.