Regen war der Dauerbegleiter beim ersten Freiwilligentag am Sonnabend in Barleben. Viele Bürger ließen sich dennoch nicht von ihrem Vorhaben abbringen, in der Einheitsgemeinde für Veränderung zu sorgen.

Barleben l Nach monatelanger Vorbereitung war es am Sonnabend endlich soweit: Der Freiwilligentag feierte in Barleben Premiere. Was in Halle oder Magdeburg schon eine jahrelange Tradition besitzt, fand nun auch in der Einheitsgemeinde erstmalig statt. Dabei stand der Tag unter keinem günstigen Stern. "Der Wettergott meinte es offensichtlich nicht gut mit uns, dennoch ließen sich 35 Barleber nicht davon abbringen, gemeinsam mit anderen an einem durchweg verregneten Vormittag Gutes zu tun", resümierte ein zufriedener Nils Markwart. "Und ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass es eine Fortsetzung des Freiwilligentages im nächsten Jahr geben wird." Keine Einzelmeinung, denn am Ende des Tages signalisierten nicht wenige der Freiwilligen ihre Bereitschaft. "Ein echtes Achtungszeichen", so Markwart.

Die Beispiele, die der Organisator des Freiwilligentages dann anführen konnte, waren vielfältig. So legten sich die Mitglieder des Heimatvereins mächtig ins Zeug, flochten nonstop Zwiebelzöpfe für das bevorstehende Fest der Region am kommenden Wochenende. Die ehrenamtlichen Heimwerker, das wurde besonders lobend erwähnt, waren nicht nur am vergangenen Sonnabend im Breiteweg 147 anzutreffen, um verschiedene Räume im Mehrgenerationenzentrum zu renovieren. Mit Spaten und Hacke ging es dem Unkraut, das in diesem Sommer nur so wucherte, auf dem Gelände des Kleintierzuchtvereins 1922 an den Kragen, wie Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff verriet, der gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Vereins tatkräftig mit anpackte. Im Zuge der Pflegearbeiten wurde auch die Gemeinschaftszuchtanlage auf Vordermann gebracht. Saubermachen war ebenfalls bei den Mitgliedern des Barleber Schützenvereins angesagt, die den Weg hin zum Schützenplatz von Unmengen Müll und Unrat beräumten. Viel Lob gab es am Sonnabend für die fünf Kleingärtner der Sparte "Wiesengrund". Die gestandenen Männer trotzten dem starken Regen, entsorgten sage und schreibe 10, 5 Kubikmeter Müll aus einer Gartenlaube. "Diese Aktion war zwingend nötig", meinte ein klitschnasser Günther Pollack, 53, "wollen wir den leer stehenden Garten schnellstmöglich weiter veräußern." Nils Markwart erinnerte abschließend daran, dass die ersten Freiwilligen der DRK-Ortsgruppe bereits im August im Einsatz waren. Gemeinsam mit Bewohnern des Bodelschwingh-Hauses weilten sie am Jersleber See.

Ein durchweg ereignisreicher Tag endete in Niederndodeleben, wo es im Haus Mauritius für alle Freiwilligen ein großes Dankeschön-Fest gab.

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