Die Magdeburger Straße/ Ecke Haldensleber Straße in Ebendorf halten viele Eltern für eine Gefahr beim Überqueren. Sie wollen nun Unterschriften für den Bau einer Ampel sammeln, damit der Schulweg zur Bushaltestelle sicherer wird.

Ebendorf l Nadin Strobach wohnt in Ebendorf direkt an der Magdeburger Straße, kurz bevor die große Hauptstraße in eine Kurve abbiegt. Direkt dahinter liegt die Bushaltestelle in Richtung Barleben. Hier sei es für Kinder riskant, die Straße zu überqueren, sagt die 28-Jährige. Nadin Strobach ist Mutter eines achtjährigen Sohnes, der täglich mit dem Bus zur Schule nach Dahlenwarsleben fährt.

Wenn ihr Sohn nachmittags wieder von der Schule kommt, holt ihn die junge Mutter von dieser Haltestelle ab, wenn sie nicht gerade arbeiten muss. Zwar sind es nur wenige Schritte bis nach Hause, "aber die Autofahrer rasen mit hoher Geschwindigkeit um die Kurve und können gar nicht sehen, ob da gerade ein Kind die Straßenseite wechselt."

Erst diesen Montag habe es wieder eine gefährliche Situation gegeben. "Ein Autofahrer musste stark bremsen, weil er ein Kind beim Überqueren der Straße nicht rechtzeitig gesehen hat. Solche Vorfälle sind hier keine Seltenheit", berichtet Nadin Strobach. Das soll sich jetzt ändern. Zusammen mit anderen Müttern und Vätern aus Ebendorf hat Nadin Strobach eine Elterngemeinschaft gegründet, die sich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg stark machen will. "Am besten wäre eine Fußgängerampel auf der Strecke zwischen den beiden Haltestellen. Aber uns würde auch ein Zebrastreifen reichen", sagt die Ebendorferin.

Bis zum Jahr 2000, erzählt die 28-Jährige, habe es an der Kreuzung Barleber Straße/Magdeburger Straße eine Ampel gegeben, an der Kinder und Erwachsene sicher von der einen auf die andere Straßenseite wechseln konnten. "Da sich hier aber der Verkehr von der Autobahn staute, wurde die Ampel entfernt." Draufhin habe eine Nachbarin von Nadin Strobach schon vor zehn Jahren eine Anfrage an die Gemeinde Barleben gestellt, die Straße für Kinder wieder sicherer zu machen. In dem Antwortschreiben von 2004, das der Volksstimme vorliegt, heißt es, dass "Fußgängerüberwege als Schulwegsicherung [...] abgelehnt" worden sind. Außerdem wird auf die Fußgängerampel in der Nähe des Bürgerhauses verwiesen. "Das ist allerdings ein großer Umweg für die Kinder. Die laufen nicht so weit zurück, um über die Straße zu gehen", erklärt Nadin Strobach.

Mit einer Unterschriftensammlung will die junge Mutter die Aufmerksamkeit des Ortsbürgermeisters Manfred Behrens (CDU) auf die Problematik lenken. "Es darf nicht erst was passieren, bevor gehandelt wird." In der Ortschaftsratssitzung in Ebendorf vergangene Woche wies auch Ratsmitglied Christian Mandel (FDP) schon auf die Situation beim Überqueren der Hauptstraße hin. "Es stimmt, dass wir uns mit der Sicherheit der Kinder befassen müssen", sagte auch Manfred Behrens. In einer Abstimmung haben sich alle Ratsmitglieder einstimmig dafür ausgesprochen, einen Antrag an die Gemeindeverwaltung zu stellen - mit der Frage, ob "sichere mechanische Querungshilfen", sprich: Ampeln, an den Bushaltestellen angebracht werden können.

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