Gutenswegen l Verkehrsminister Thomas Webel hatte beim vierten Oktoberfest der Vereine die Ehre, das erste Bierfass anzuzapfen. Drei Schläge brauchte er, dann floss das "Blonde". Die Stendaler Stadtmusikanten spielten dazu und die Besucher applaudierten.

"Wir wollten in Gutenswegen einmal im Jahr ein Volksfest feiern", sagt Marco Baumgarten, Chef des Gutensweger Karnevalsvereins, "und weil wir sowieso auf Kostüme stehen, haben wir uns für das bayrische Fest entschieden."

Auf die Gutensweger ist Verlass, wenn es um die passende Kleidung geht. Zum Oktoberfest trugen viele Herren die Krachledernden und die Damen erschienen im Dirndl. "Zum ersten Mal haben wir sogar eine echte Bayrische Band in Gutenswegen", verkündet Marco Baumgarten stolz. Die Musiker von "Dochrinna" ließen die Stimmung im Vereinshaus kochen. Mit einem flotten Programm überraschte außerdem der Nachwuchs der Feuerwehr die Nachmittagsbesucher. Ohne Pause ging die Party bis Mitternacht weiter.

Auch am Sonntag stand das Dorf ganz im Zeichen des Oktoberfestes. Ab acht Uhr früh blies die Schalmeienkapelle aus Groß Ammensleben den Kater aus dem Kopf, wie Marco Baumgarten den fröhlichen Morgengruß bezeichnete. Nach einem kräftigen Frühschoppen wurde weiter geschunkelt.

"Unser Oktoberfest hat sich etabliert", sagt Baumgarten, "es wird auch künftig eine Woche vor dem Lodenmantelrennen stattfinden."

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