Eine Feuerwehrübung haben fünf Wehren der Verbandsgemeinde Elbe-Heide am Wochenende im Wohnpark "Sonnenhof" in Dolle absolviert. Übungsleiter Peter Schmiedtchen zeigte sich zufrieden: "Wir waren gut vorbereitet."

Dolle l Ein Netz aus Schläuchen hat sich am Sonnabend über die Wege vom Wohnpark "Sonnenhof" gespannt. Rund 40 Feuerwehrleute der Wehren Dolle, Colbitz, Cröchern, Lindhorst und Burgstall haben sich über das gesamte Gebiet der Alten- und Pflegeeinrichtung verteilt, um den Ernstfall eines Brandes zu üben.

Diese komplexe Übung sei eine schwierige Aufgabe für die Kameraden, erklärt Übungsleiter Peter Schmiedtchen. "Die Bewohner des Pflegeheims haben selbst keinen oder wenig Anteil an der Selbstrettung. Das heißt für die Feuerwehrleute, dass sie eng mit dem Personal zusammenarbeiten müssen, um beispielsweise die Menschen im Rollstuhl sicher nach draußen zu bringen."

An drei Abschnitten haben die Kameraden während der einstündigen Übung gearbeitet: Brandbekämpfung, Personenrettung und Wasserversorgung. "Aus einem 600 Meter entfernten Löschbrunnen im Dorf haben wir das Wasser zum Pflegeheim gepumpt", erklärt Dustin Grönke, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Dolle. "Wenn es hier wirklich mal zu einem Ernstfall kommt, müssen wir wissen, ob der Druck über die lange Strecke bis zum Wohnpark reicht." Das Zusammenspiel der einzelnen Wehren habe gut funktioniert. "Das war unser erster großer Probelauf mit unseren neuen Funkgeräten. Mit der Kommunikation hat es keine Probleme gegeben", berichtet Grönke. Per Funk wurde der Befehl "Wasser Marsch" an die Kameraden am Löschbrunnen übermittelt. Kurze Zeit später spie der Schlauch hinter dem Wohnpark auch schon einen Wasserstrahl auf das Feld.

Übungsleiter Peter Schmiedtchen zeigte sich mit dem Training zufrieden. "Die große Herausforderung war, die Bewohner so wenig wie möglich in ihrem Alltag zu stören. Wir wollten die Menschen nicht beunruhigen." Aus diesem Grund seien auch die acht Darsteller und fünf Beobachter vor Ort gewesen. "Die Darsteller haben sich auf Tragen und in Rollstühlen von unseren Feuerwehrleuten aus dem Gebäude retten lassen. Die Beobachter haben sich währenddessen angeschaut, wie wir mit den Bewohnern umgegangen sind und wie effizient unsere Tätigkeiten im Allgemeinen waren", erklärt der 60-Jährige. Dabei habe auch das Personal der Pflegeeinrichtung eine große Rolle gespielt. "Die Mitarbeiter haben sich bei laufendem Betrieb mit um die Organisation der Rettung gekümmert", sagt Schmiedtchen.

"Es ist gut zu wissen, wie schnell unsere Feuerwehr vor Ort sein und helfen kann."

Annegret Hahn, Leiterin Wohnpark

Für die Leiterin des Wohnparks "Sonnenhof", Annegret Hahn, sei die Einsatzübung notwendig gewesen. "Wir befinden uns hier in einer ländlichen Gegend. Es ist gut zu wissen, wie schnell unsere Feuerwehr vor Ort sein und helfen kann." Dabei sei es bei der Übung nicht um Schnelligkeit gegangen: "Die Übungsabläufe standen im Vordergrund. Wenn es wirklich brennt, sind wir viel schneller", erklärt Peter Schmiedtchen.

In einer Auswertung wollen die Kameraden das Training noch einmal Revue passieren lassen. "Fehler werden immer gemacht", erläutert Peter Schmiedtchen. "Was wo an welcher Stelle noch verbessert werden könnte, werde ich zusammen mit den Wehrleitern und den Kameraden herausfinden." Ein Fazit kann der Übungsleiter dennoch schon ziehen. "Wir waren gut vorbereitet und diszipliniert. Für einen realen Einsatz sind wir gewappnet."

 

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