Die Grundschule der Gemeinde Barleben soll einen Anbau erhalten und saniert werden. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat gefasst. Die Verantwortlichen hoffen für das 1,9-Millionen-Vorhaben auf eine 70-prozentige Förderung.

Barleben l Zu klein, zu feucht, zu verschlissen - die Gründe, die die Barleber Verwaltung für die notwendige Erneuerung und Erweiterung der Gemeindegrundschule aufführt, sind vielfältig. Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat deshalb einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst.

Zum einen können die Kellerräume, in denen die Kinder zu Mittag essen, nicht ausreichend belüftet werden. "Teilweise befinden sich feuchte Stellen an den Innenwänden und in den Ecken, die zu Schimmelbildung führen können", informiert die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Ein größerer Speisesaal, in dem Platz für 150 Schüler ist, soll in dem geplanten Anbau untergebracht werden.

"Es erscheint sinnvoll, den Speisesaal des neuen Anbaus auch als Aula zu nutzen."

Beschlussvorlage der Verwaltung

Auch die jetzige Aula sei zu klein für Veranstaltungen mit allen 159 Schülern. "Es erscheint daher sinnvoll, den Speisesaal des in Rede stehenden neuen Anbaus auch als Aula zu nutzen", heißt es weiter. Sanierungsbedürftig seien auch Wandbeschichtung und Fußböden. In der Schule fehle außerdem Platz für neue, notwendige Unterrichtszimmer. "Die Räume der Grundschule sind ausgelastet, individuelle Förderungen sind damit nicht gegeben." Im Anbau soll ein Raum mit Werkbänken sowie ein Englisch-/Musikraum eingerichtet werden.

"Welches Vorhaben wann gefördert wird, hängt von der CO-Einsparung ab."

Beschlussvorlage

Zur Finanzierung des etwa 1,9 Millionen Euro teuren Vorhabens setzen Ratsmitglieder und Verwaltung auf Mittel aus dem Investitionsprogramm Sachsen-Anhalt. Mit der neuen Auflage von Stark III wird die energetische und allgemeine Sanierung von Kindertageseinrichtungen und Schulen gefördert, die nach demografischen Gesichtspunkten bis 2030 Bestand haben.

Entspricht das Projekt in Barleben den Förderrichtlinien, können die Verantwortlichen auf einen 70-prozentigen Zuschuss in Höhe von mehr als 1,3 Millionen Euro hoffen. "Welches eingereichte Vorhaben im Förderzeitraum bis 2020 wann gefördert wird, hängt vorrangig von der nachgewiesenen CO-Einsparung ab", heißt es in der Beschlussvorlage. Entsprechende Berechnungen lagen zur jüngsten Gemeinderatssitzung noch nicht vor.

Die Verwaltung hat bereits Bedarf für Stark-III-Mittel beim Landkreis angemeldet.