Die Felder sind abgeerntet, die Ernte ist eingebracht. Damit beginnt jene Zeit, wo in Glindenberg das Erntedankfest gefeiert wird. So geschehen am Sonnabend, diesmal bei strahlendem Sonnenschein. Das Fest wurde gut angenommen und klang erst lange nach Mitternacht auf Plates Hof aus.

Glindenberg l Auch wenn auf einigen Feldern in der Börde noch so mancher Halm steht, in Glindenberg ist die Ernte schon eingebracht, wird das Erntedankfest gefeiert. So geschehen am vergangenen Sonnabend. Bevor es aber auf Plates Hof hoch her ging, wurde zunächst die Erntekrone in der altehrwürdigen Nikolai-Kirche von Pfarrer Johannes Könitz gesegnet. Gegen 14 Uhr setzte sich dann ein kleiner, aber farbenprächtiger Festzug in Bewegung. Die Traktoren, Erntemaschinen und Pferdegespanne waren zuvor für diesen "Ausflug" auf Vordermann gebracht worden, ratterten festlich geschmückt über das holprige Kopfsteinpflaster. Rund 30 Minuten dauerte das Spektakel, das zahlreiche Glindenberger und ihre Gäste verfolgten, bevor dann der Zug nicht zufällig vor Plates Hof gestoppt werden konnte.

Was aber schon längst keinen mehr wirklich erstaunt, schließlich wird hier seit einer gefühlten Ewigkeit bis in die späten Abendstunden hinein das Erntefest gefeiert.

Und das Wetter hat am Sonnabend im Gegensatz zum Vorjahr nicht nur gehalten, mehr noch, die Sonne hat sich durchgängig gezeigt. Fritz-Georg Meyer, einer der Macher, strahlte deshalb auch mit Klärchen um die Wette: "So macht auch die (Kultur)Arbeit viel mehr Spaß, die die Vereine im Vorfeld für dieses Fest jedes Mal leisten." Die Besucher, die in großer Zahl anrückten, zahlten es mit Festtagslaune zurück.

Denn kaum, dass die letzten Fahrzeuge abgeparkt waren, setzte das große Gedränge auf Plates Hof ein. Dort stimmte das Blasorchester Hohenwarthe die Gäste lautstark auf das bevorstehende Fest ein. Auch diesmal wieder der absolute Hingucker, die Line-Dancerinnen bei ihrem Auftritt. Als ein echter Ohrenschmaus erwies sich der Glindenberger Chor, während DJ Eckaa für den richtigen Ton sorgte.

Ortsbürgermeisterin Gerhild Schmidt, an ihrer Seite Bürgermeister Martin Stichnoth, und schon von Berufs wegen zum Optimismus verdammt, würdigte das Fest als besonderen Höhepunkt im kulturellen Leben nicht nur von Glindenberg.

Mit ihrer Meinung lag sie goldrichtig wie unzählige Gäste bestätigten, die auch aus Magdeburg, Barleben und der Niederen Börde den Weg nach Glindenberg nicht scheuten, geschweige bereuen mussten. Denn bis lange nach Mitternacht wurden sie bestens ver- und umsorgt.

 

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