In Barleben soll wieder ein Familienzentrum eröffnet werden. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat gefasst. Wie das Vorhaben umgesetzt werden soll und wer die Fäden dafür in die Hand nimmt, ist noch unklar.

Barleben l Fast drei Jahre, nachdem das ehemalige Familienzentrum in Barleben zugemacht wurde, hat der Gemeinderat nun beschlossen, ein ähnliches Angebot wieder ins Rollen zu bringen. Mit einer knappen Mehrheit sprachen sich die Ratsmitglieder in einem Grundsatzbeschluss für den Antrag der Freien Wählergemeinschaft (FWG) aus, "nach dem bewährten Modell der Lokalen Initiative Barleben" ein Familienzentrum einzurichten. Denkbar sei es, das Vorhaben unter dem Dach des Mehrgenerationenzentrums anzusiedeln.

"Entsprechende Angebote finden in Barleben nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt statt."

Edgar Appenrodt, Fraktion Freie Wählergemeinschaft

"Im September 2011 wurde beschlossen, ein Mehrgenerationenzentrum aufzubauen. Gleichzeitig wurde das durch den Liba-Verein betriebene Familienzentrum, welches neben Angeboten für Kinder, junge Familien und alle Generationen insbesondere Angebote zur Gesundheitsförderung - vor allem in den Bereichen Ernährung und Bewegung - in sich vereinte, abgewickelt. Entsprechende Angebote finden seither in Barleben nicht mehr beziehungsweise nur noch sehr eingeschränkt statt", begründet Edgar Appenrodt im Antrag der FWG. Der Bedarf an "familiengerechten Leistungen" könne zurzeit nicht befriedigt werden. Mit dem Grundsatzbeschluss bekennt sich die Gemeinde laut Edgar Appenrodt für ein neues Familienzentrum.

"Wichtig ist, dass überhaupt wieder etwas für Familien angeboten wird."

Evelyn Brämer, Liba-Verein Barleben

Wie das Vorhaben umgesetzt werden soll und wer dafür die Zügel in die Hand nimmt, ist noch ungewiss. "Wenn uns jemand fragt, sind wir gerne bereit, das zu übernehmen. Aber wir werden uns nicht aufdrängen", erklärt Evelyn Brämer, Vorsitzende des Liba-Vereins in Barleben. "Wichtig ist, dass überhaupt wieder etwas für Familien angeboten wird", betont sie. Einige Unklarheiten, sagt sie, müssten allerdings noch geklärt werden, bevor ein Familienzentrum wieder eröffnen könne. "Es müssten Räume zur Verfügung stehen und die Trägerschaft geklärt werden", nennt Evelyn Brämer als Beispiele.

Von 2009 bis 2011 war das alte Familienzentrum in der jetzigen Begegnungsstätte der Volkssolidarität untergebracht. Dort seien die räumlichen Bedingungen für eine Lehrküche und Ernährungsbildungsangebote ideal gewesen. Evelyn Brämer hoffe deshalb auf Kompromissbereitschaft der Volkssolidarität, die Räume für ein künftiges Familienzentrum mit zur Verfügung zu stellen.