Zwei Achtklässler wollen den "Barleber Schlümpfen" während ihres Praktikums im Kindergarten erklären, welche Rechte sie haben und wie wertvoll Frieden ist. Papiertauben sollen symbolisch für ihre Botschaft stehen.

Barleben l Vielerorts auf der Welt herrscht Krieg. Mit einem Friedenstauben-Projekt zum Weltkindertag im September haben die Ganztagsschüler aus Barleben ein Zeichen dagegen setzen wollen (Volksstimme berichtete). Ihre Friedensbotschaft geben zwei Schüler der 8. Klasse nun auch an die "Barleber Schlümpfe" weiter.

"Es gibt Plätze auf der Welt, wo diese Rechte den Kindern nicht gewährt werden."

Ellen Freke, Leiterin des Kindergartens "Barleber Schlümpfe"

Zwei Wochen lang absolvieren Lucia Schmielau und Marius Wallstab ein Praktikum in dem Kindergarten. In der ersten Woche hat Lucia mit den Fünf- und Sechsjährigen symbolische Friedenstauben aus Papier gebastelt. Jedes Kind durfte sein Exemplar selbst bekleben und bemalen. "Auf die Rückseite schreiben wir dann noch ein Recht, das dem jeweiligen Kind am wichtigsten ist", erklärt Erzieherin Nancy Minkewitz. Welche Rechte Kindern zustehen, hat Praktikantin Lucia ihren Schützlingen auf Zeit zuvor erklärt. "Dass man keinen einsperrt", ruft ein Junge, als die Erzieherin noch einmal nachfragt, "auf Freunde", "auf Spaß", sagen zwei andere Kinder. "Ihr habt auch das Recht darauf, viel zu lernen und jeden Tag satt zu werden", ergänzt Nancy Minkewitz.

"Wir wollen ihnen erklären, dass es Plätze auf der Welt gibt, wo diese Rechte den Kindern nicht gewährt werden und beantworten ihre Fragen zu diesem Thema", sagt Ellen Freke. Während des Projekttages an der Ganztagsschule hat die Leiterin des Kindergartens eine bronzefarbene Friedenstaube überreicht bekommen, die immer weiter, von Ort zu Ort, von Land zu Land wandern soll. Selbst beim Papst soll sie schon gewesen sein. Ellen Freke hat auch schon eine Idee, auf welche Reise die Täubchen-Statue nach ihrem Halt in der Barleber Krippe geschickt werden könnte. "Wir haben besonders guten Kontakt mit einer Einrichtung in unserer französischen Partnergemeinde Notre-Dame-d`Oé...", sagte sie.