Groß Ammensleben (kkl) l "Am Vorabend der Reformation - Stätten der Frömmigkeit im späten Mittelalter", so heißt die Ausstellung, die vom 6. November bis 15. Februar 2015 im Magdeburger Museum zu sehen sein wird. Diese Sonderausstellung, so sind sich die Verantwortlichen sicher, wird Besucher aus ganz Deutschland anlocken. Im Rahmen der Luther- Dekade sollen im Magdeburger Museum die in Mitteldeutschland weithin in Vergessenheit geratenen Formen religiösen Alltags neu entdeckt werden.

Gleichzeitig mit der Ausstellung werden kaum bekannte Schätze gezeigt, die abseits der traditionellen musealen und kirchlichen Sammlung inkognito oft ein halbes Jahrtausend geschlummert haben.

Korrespondenzorte sind jene Orte, in denen Zeugnisse aus dieser Zeit zu finden sind und die parallel zu der Ausstellung in Magdeburg besucht werden können. Im eigens dazu erstellten 30-seitigen Ausstellungsführer steht Groß Ammensleben mit seiner Sonderausstellung "Reformation vor der Reformation" neben so bedeutenden Orten wie Magdeburg, Quedlinburg,Halberstadt, Eilsleben, Mansfeld, Merseburg an erster Stelle der bedeutenden Korrespondenzorte.

In der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul auf der Domäne wird aus diesem Anlass am 8. November die Ausstellung "Reformation vor der Reformation und die Bursfelder Kongregation" eröffnet.

In der ältesten Pfarrkirche im Bistum Magdeburg werden dann bis Februar 2015 unter anderem auch liturgische Utensilien und Figuren aus der Klosterzeit zu sehen sein, die sonst fernab der Öffentlichkeit aufbewahrt werden.

Die historischen Bauten und Denkmäler im Bereich der ehemaligen Klosterkirche gehören zur Nordroute der "Straße der Romanik", die eine Vielzahl historisch wichtiger und wertvoller Architekturschätze verbindet.