Die "Barleber Schlümpfe" haben sich durch einen Schilderwald gekämpft, den unangeschnallten "Gurti" aus dem Autositz fallen sehen und ihre Balance trainiert. Mit einem Aktionstag wollen Kreis- und Landesverkehrswacht für richtiges Verhalten auf der Straße sensibilisieren.

Barleben l Das größte Problem, wenn Kinder allein im Straßenverkehr unterwegs sind, sei ihre Dynamik, sagt Romi Klemme von der Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt. "Da wird das Warten an der Straße problematisch." Um gerade die Jüngsten schon für das richtige Verhalten im Verkehr zu sensibilisieren, touren Landes- sowie Kreisverkehrswacht das ganze Jahr über von Schule zu Schule, von Kindergarten zu Kindergarten. Am Montag war jeweils ein Team beider Institutionen zu Gast bei den "Barleber Schlümpfen".

"Wir machen mit den Kindern Bewegungsübungen, damit sie nicht stolpern, wenn sie über die Straße gehen."

Frank Röhr, Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt

Romi Klemme, Katja Klommhaus, Frank Röhr und Veronika Müller von der Landesverkehrswacht bauten auf dem Hof des Kindergartens ein Spielmobil inklusive Balance-Strecke auf. "Wir machen mit den Kindern Bewegungsübungen, die beispielsweise dazu beitragen sollen, dass sie nicht stolpern, wenn sie über die Straße gehen", erklärte Frank Röhr. Parallel dazu führten Romi Klemme und Veronika Müller in zwei Vorstellungen ein Puppenspiel auf. Mithilfe des Stückes "Der blaue Drache" vermittelten sie den Kleinen spielerisch, wie wichtig es ist, sich an Verkehrsregeln zu halten und Rücksicht auf andere zu nehmen.

Dieter Frinken und Detlef Metze von der Kreisverkehrswacht erklärten auf dem Hof, welche Verkehrsschilder es gibt und was sie bedeuten. Bei einem kleinen Parcours mit Kreisverkehr und Ampel konnten die Kinder ihr neues Wissen gleich praktisch testen. Aufmerksamkeit erweckte auch die Vorführung mit Plüschtier "Gurti". Während die Puppe angeschnallt sicher im Kindersitz befestigt blieb, als dieser auf einer selbst gebauten Vorrichtung eine Schräge hinuntersauste, fiel "Gurti" ohne Gurt auf den Boden. "Die Kinder erinnern sich an das, was wir ihnen heute erklären", sagte Dieter Frinken. Eine wichtige Vorbildfunktion würden aber besonders die Eltern übernehmen. Viele, habe er festgestellt, würden ihre Sprösslinge im Auto nicht anschnallen. Zu diesem Ergebnis habe auch ein Polizeitest vor dem Kindergarten in der vergangenen Woche geführt, bestätigte Ellen Freke, Leiterin der "Schlümpfe". "Da fängt die Vorbildwirkung an und hört beim Überqueren der Straße auf", betonte Dieter Frinken.

Die Aktion zur Verkehrserziehung der Kreisverkehrswacht wurde vom Bund gefördert. Bei Interesse ist Dieter Frinken unter der Telefonnummer 039201/706993 zu erreichen. Terminwünsche für einen Besuch der Landesverkehrswacht müssen anderthalb Jahre im Voraus angemeldet werden, Telefon: 0391/72658417.

   

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