Das Brandhaus in Heyrothsberge ermöglicht Feuerwehrleuten, nah an der Realität zu üben. Einige Groß Ammensleber Kameraden testeten jetzt bei einem Ausbildungstag dort ihr Können und konnten für künftige Einsätze auch noch etwas hinzulernen.

GroßAmmensleben/Heyrothsberge l Der jüngste Ausbildungstag hat zwölf Atemschutzgeräteträgern und vier angehenden Atemschutzgeräteträgern der Groß Ammensleber Ortsfeuerwehr viel gebracht, auch wenn er mit großer körperlicher Anstrengung verbunden war. Sie waren im Brandhaus des Institutes für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge und konnten dort das richtige Verhalten bei verschiedenen Bränden üben.

"Wir haben hier verschiedene Szenarien, beispielsweise einen Verkaufsraum, in dem ein Kleiderständer brennen kann, oder eine Küche, wo wir auch einen Fettbrand simulieren können, oder den Brand des Gaszählers im Keller", erklärte Thomas Rollbusch. Der Ebendorfer hatte an diesem Tag gemeinsam mit Florian Rost aus Langenweddingen in ihrer Funktion als Trainer des Landkreises die "Regie" der Ausbildung übernommen.

"Unsere Kleidung hält nur für eine bestimmte Zeit die Hitze ab."

Martin Kutscha, Ortswehrleiter in Groß Ammensleben

So schickten sie die Groß Ammensleber Feuerwehrleute auch zur Hitzegewöhnung ins Wohnzimmer des Brandhauses. Hier konnte zum Beispiel ein Sofa ferngesteuert in Brand gesetzt werden. "Unsere Kleidung hält nur für eine bestimmte Zeit die Hitze ab, hier konnten wir erleben, wie lange", erklärte der Groß Ammensleber Ortswehrleiter, Martin Kutscha. Gemeinsam mit seinen Kameraden habe er festgestellt, dass die "Brände" im Brandhaus konzentrierter sind als bei einem realen Einsatz.

Dennoch ist die Nähe zu den Einsätzen, die die Groß Ammensleber Feuerwehr auch in diesem Jahr schon erledigen mussten, durchaus gegeben. Sowohl zu einem Wohnzimmerbrand als auch zweimal zum Brand einer Lagerhalle mit Fahrzeugen, der dem in Heyrothsberge inszenierten Garagenbrand nahekam, sind die Feuerwehrleute bereits gerufen worden. "Die Brände nehmen wieder zu, wir hatten in diesem Jahr bis jetzt 20 Einsätze und die Hälfte davon waren Brände", informierte Martin Kutscha. Deshalb war es ihm auch wichtig, dass die angehenden Atemschutzgeräteträger bei der Ausbildung dabei waren, um einen Einblick in künftige Aufgaben zu bekommen. Gleichzeitig wurde auch der Umgang mit der Wärmebildkamera geübt.

Ziel war es, wie Thomas Rollbusch betonte, dass die Trupps in den der Realität nachgestellten Situationen taktisch klug reagieren. "Sie sollen das, was sie können, anwenden, aber wir geben ihnen auch Tipps, was sie besser machen können, denn alle sollen mit einem Lerneffekt nach Hause gehen", sagte Thomas Rollbusch, der sich freute, dass die Kameraden "hochmotiviert bis in die Zehenspitzen" waren.

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