Um festzulegen, welche Straßenbauprojekte ab 2015 Priorität haben sollen, wollen sich die Mitglieder des Bauausschusses und die Ortsbürgermeister der Niederen Börde gemeinsam ein Bild machen. Nächste Woche wollen sie die Problemstraßen abfahren.

NiedereBörde l Die Prioritätenliste für geplante Bauprojekte, die der Gemeinderat der Niederen Börde im Jahr 2011 erarbeitet hat, soll aktualisiert werden. Einige Vorhaben sind in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt worden. Beispielsweise wurde der Bullenstall am Sportplatz in Dahlenwarsleben abgerissen, der Lerchenweg in Meseberg provisorisch ausgebessert und die Heizungsanlage der ehemaligen Schule in Gutenswegen vom Verbundsystem mit dem Sportkomplex getrennt.

Viele andere Vorhaben zur Dorferneuerung und -entwicklung sind noch immer unangerührt. So sollte die alte Gutensweger Schule schon in diesem Jahr zu einer Kindertagesstätte umgebaut werden, das Dorfgemeinschaftshaus "Flocke" in Jersleben wartet auch schon seit Jahren auf einen Um- und Ausbau. Daneben müssten laut Maßnahmenliste der Verwaltung zig Straßen inklusive Beleuchtung erneuert werden - alles steht und fällt mit den Fördermitteln.

"Das ist eine Wunschliste, aus der sich noch nichts ableiten lässt."

Gerhard Schmidt (CDU), Bauausschuss Niedere Börde

"Das ist eine Wunschliste, aus der sich noch nichts ableiten lässt. Wir sollten dem Ganzen ein Korsett geben: Was passiert wann mit welchen Fördermitteln", sagte Gerhard Schmidt (CDU) während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses am Montag. "Die Liste soll nicht abschließend und komplett sein, Änderungswünsche sollen mit aufgenommen werden", erklärte Bauamtsleiter Reinhard Schimka.

Um für alle notwendigen Straßenbauvorhaben eine Rangfolge zu erstellen, wollen die Ausschussmitglieder zusammen mit den Ortsbürgermeistern der Niederen Börde in der kommenden Woche die einzelnen Orte abfahren und sich gemeinsam ein Bild vom Zustand der Straßen machen.

Auch die Hochbau-Projekte sollen in den nächsten Beratungen neu sortiert und nach Priorität eingestuft werden. Die Entscheidung trifft letztendlich der Gemeinderat. Der etwa drei Millionen Euro teure Umbau der alten Gutensweger Grundschule, so war während der jüngsten Gemeinderatssitzung zu entnehmen, verzögere sich, weil es bisher keinen endgültigen Fördermittelbescheid gegeben habe (Volksstimme berichtete). Der erste Antrag sei zurückgezogen und nun Bedarf für Mittel aus der neuen Auflage des Förderprogramms Stark III angemeldet worden. Mit den neuen Förderrichtlinien sei jedoch nicht vor Mitte 2015 zu rechnen, hieß es am Montag.