Die Ortsgruppe Jersleben der Volkssolidarität gehört zu den aktivsten im Altkreis. Unter der Anleitung von Marlies Köhne, die seit 22 Monaten den Vorsitz inne hat, haben die Senioren wieder verstärkt Lust am Sport und den Reisen gefunden. Oder an geselligen Treffs, wie zum Herbstfest gestern Nachmittag.

Jersleben l "Seit Marlies Köhne das Ruder fest in den Händen hält, hat die Volkssolidarität noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen", weiß Gertrud Kuka. Die Jersleberin muss es schließlich wissen, denn mit 96 Jahren ist sie das dienstälteste Mitglied.

Und die rüstige Seniorin kann sich nicht erinnern, dass sie, bis auf ganz wenige Ausnahmen, eine der zahlreichen Veranstaltungen der Ortsgruppe versäumt hat. Auch gestern nicht, als im Bürgerhaus das traditionelle Herbstfest gefeiert wurde.

"Während anderenorts das Oktoberfest gefeiert wird", erzählt die Vorsitzende Marlies Köhne, "da lassen wir es bei Kaffee und Kuchen etwas besinnlicher angehen und lassen einen durchweg gemütlichen Nachmittag noch mit einem vorzüglichen Abendbrot ausklingen."

Das Lob aus berufenem Mund freut die Vorsitzende: "Doch das Kompliment gebührt nicht mir allein", winkt Marlies Köhne bescheiden ab. "Wir haben hier in Jersleben ein starkes Team, das für unsere älteren Menschen an einem Strang und in eine Richtung zieht."

Neben Ortsbürgermeister Roland Hille sind es ihre Stellvertreterin Renate Hartmann, Hauptkassiererin Irmgard Görtz und Erika Tittmann, die sich speziell der Reisen annimmt. Und mit diesem verschworenen Team arbeitet Marlies Köhne seit Januar 2013, als sie den Vorsitz übernahm, noch enger und inständig zusammen. Und die 64-Jährige ist sich absolut sicher, dass es den engagierten Frauen gelingen wird, langfristig noch mehr Senioren im Ort auch für eine Mitarbeit zu begeistern. "Das geht nur", so weiß die Jersleberin, "wenn wir unseren Mitgliedern das Jahr über ein anspruchsvolles Programm bieten".

Dass die Jersleber dabei auf einem guten Weg sind, das unterstrich die Vorsitzende gestern in ihrer kurzen Ansprache. In trauter Runde - 35 Frauen und Männer fanden den Weg ins Bürgerhaus "Flocke" - erinnerte Marlies Köhne rückblickend, was die vergangenen zehn Monate gebracht haben. Jeden dritten Donnerstag im Monat lädt die Volkssolidarität nicht nur ihre 56 Mitglieder in die "Flocke" ein. Der erste Termin im neuen Jahr ist im Februar traditionell die Faschingsfeier. Das Leben in der Ortsgruppe aber besteht nicht nur aus geselligem Beisammensein. So starteten die Senioren im März anlässlich des Frauentages nach Bad Sachsa, informierten sich in einem Vortrag über Bluthochdruck. Im August waren 40 an Bord, als es mit dem Dampfer in den Drömling ging. Großes Interesse zeigten die Jersleber, als im September zum Vortrag über den Jacobsweg in die "Flocke" eingeladen wurde. Die letzte Einladung 2014 erfolgt für Dezember zur Weihnachtsfeier. Eine erste Rückmeldung hat Marlies Köhne bereits. Der Weihnachtsmann hat sein Kommen angesagt. Und wie sie ihn kenne, kommt er bestimmt nicht mit leeren Händen zu den Senioren.