Auf einem Acker zwischen Meitzendorf und Barleben ist am Donnerstagvormittag eine fünf Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Da eine Entschärfung nicht mehr möglich war, musste das Fundstück gesprengt werden.

Meitzendorf l Ein lauter Knall hallte am Donnerstag um 15.15 Uhr zwischen Meitzendorf und Barleben. Trümmerteile und Ackerboden flogen durch die Luft. Nach wenigen Sekunden war der Schrecken vorbei. Eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg konnte von den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes erfolgreich gesprengt werden. Dabei ist keinerlei Schaden entstanden. Am Morgen gegen 9.30 Uhr war die Bombe bei Bauarbeiten auf einer Ackerfläche zwischen Meitzendorf und Barleben entdeckt worden.

Entschärfung vor Ort war nicht möglich

Wie Torsten Kresse, Einsatzleiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erklärte, handelt es sich bei der Bombe um einen Sprengkörper mit einem sogenannten Kopf- und Heckzünder. "Das Problem war, dass der Heckzünder bereits detoniert war, sodass nur noch zwei Drittel der 250-Kilogramm-Bombe erhalten waren", so der Sprengmeister nach der ersten Besichtigung,

Was sich zunächst als wenig problematisch darstellte, erwies sich kurze Zeit später dann doch als schwieriger, wie Einsatzleiter Torsten Kresse sagte. Gegen 12.50 Uhr begannen die Arbeiten, um 13.28 Uhr erklärte der Einsatzleiter, dass der Sprengkörper nicht vor Ort entschärft werden könne. Die Bombe musste also vor Ort gesprengt werden.

Zuvor hatten bereits die Besatzungen von vier Streifenwagen der Polizei Wolmirstedt die Gefahrenstelle im Umkreis von 500 Metern abgesperrt. Dabei musste auch eine angrenzende Gartenanlage evakuiert werden. Das teilte der Revierkommissariatsleiter Stefan Kloß mit. Insgesamt 23 Personen wurde in kürzester Zeit in Sicherheit gebracht.

Die in der Nähe des Fundortes befindliche Bahnstrecke Magdeburg-Wolfsburg wurde für den Zeitraum der Sprengung gesperrt, der Fahrzeugverkehr entlang der B 198 und der Landesstraße 47 war jedoch nicht betroffen.

Werner Hoffmann, Leiter des Fachdienstes Ordnung und Sicherheit im Landkreis, zeigte sich am Ende sehr zufrieden über die gute Zusammenarbeit von Behörde, Polizei, Bahn und Einsatzkräften. "Es war ein großer Kraftakt für alle. Am Ende hat es sehr gut geklappt", so Hoffmann. Laut Gefahrenabwehrverordnung ist die Kreisverwaltung für eine solche Aktion zuständig.

Behinderungen gab es lediglich durch einige Schaulustige, die einen Blick auf die Bombe werfen wollten. "So ein Bombenfund kann immer wieder passieren. Deswegen möchte ich an die Vernunft der Leute appellieren, sich an die Vorgaben der Einsatzkräfte zu halten. So ein Einsatz ist sehr gefährlich",mahnte Kreissprecher Uwe Baumgart.

   

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