Gersdorf l In Gersdorf gibt es eine hübsche kleine Kirche mit dem Namen St. Bartholomäus. An dieser Kirche hatte sich am Sonnabend eine Handvoll Gersdorfer zum Herbstputz eingefunden. Die Frauen brachten das Innere der Kirche in Ordnung, fegten und wischten Staub weg. Die Männer versuchten des Efeus Herr zu werden, der sich außen an die Feldsteine krallte.

"Leider haben wir keine Mittel, um unsere Kirche weiter zu sanieren", sagt Anja Guse, "wir machen uns oft große Sorgen, weil der Putz an manchen Stellen herunterrieselt."

Das Kirchenschiff wird in den Sommermonaten genutzt, für die kalte Jahreszeit steht eine Winterkirche zur Verfügung. Das Gemeindeleben wird rund um das Jahr aufrecht erhalten. Es gibt Konzerte und alle zwei Wochen kommt Pfarrer Johannes Könitz und hält einen Gottesdienst ab.

Auf die Kanzel steigt er dafür nicht mehr, sondern nutzt ein Pult im Kirchenraum. Dort gibt es auch ein Taufbecken, das noch immer für Taufen genutzt wird. Auch die alte Orgel wird allwöchentlich durchgepustet, damit sie bei Bedarf gespielt werden kann.

Pfarrer Könitz kam am Sonnabend nach dem Herbstputz zur Andacht. Die Frauen hatten dafür gesorgt, dass genug Kaffee und Kuchen da war. Allerdings hatten sich die Herbstputzer ein paar mehr Mitstreiter erhofft. "Wir werden die Gersdorfer beim nächsten Mal wohl direkt ansprechen", nehmen sich Anja Guse und die anderen vor, "vielleicht bekommen dann ein paar mehr Leute Lust auf die gemeinsame Arbeit."

Gersdorf ist ein Ortsteil von Dahlenwarsleben. In dem Ort gibt es trotz des Zusammenschlusses mit Dahlenwarsleben noch immer eine eigene, sehr aktiv arbeitende Ortsfeuerwehr.

Rund um die Ortschaft werden wie vor hunderten von Jahren noch immer Zuckerrüben angebaut. Gerade in diesen Tagen werden sie geerntet und in großen Mieten am Feldrand gelagert und solcherlei Rüben-Mieten sind derzeit auch am Rande der Straße zwischen Dahlenwarsleben und Gersdorf zu sehen.