Die "Jugendflamme" bescheinigt Nachwuchskameraden, dass sie den Anforderungen der Jugendfeuerwehr gerecht werden. Am Sonnabend legten 49 Mädchen und Jungen aus der Niederen Börde die Prüfung ab.

KleinAmmensleben l Die 15-jährige Vanessa Altmann hebt den Deckel des Unterflurhydranten ab und setzt ein Standrohr. Plötzlich spritzt Wasser aus dem Rohr auf die Straße und Vanessa bekommt einen gehörigen Schreck. Ihre Aufgabe hat sie dennoch erfüllt, denn mit diesem Wasser kann im Notfall ein Brand gelöscht werden.

Vanessa Altmann und 48weitere Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren der Niederen Börde sind am Sonnabendvormittag nach klein Ammensleben gekommen, um die "Jugendflamme" abzulegen. "Damit wird der Ausbildungsstand der Jugendlichen dokumentiert", sagt Verbandsjugendwart Kay Reichart. Er ist extra nach Klein Ammensleben gereist, um die zweite Stufe der "Jugendflamme" abzunehmen. Die erste Stufe kann auch von den Jugendwarten der einzelnen Ortwehren beurteilt werden.

Die Jugendlichen besuchten im Dorf verschiedene Stationen. Neben der Übung zum Standrohrsetzen, die Vanessa mit Bravour gemeistert hat, müssen die Jugendlichen verschiedene Knoten beherrschen, den Notruf komplett absetzen, das heißt, alle W-Fragen beantworten, einen C-Schlauch ausrollen und bei einer sportlichen Betätigung Teamgeist beweisen.

Der zehnjährige Domenic Strauß möchte die erste Stufe der "Jugendflamme" ablegen. Der Meseberger ist schon so lange in der Feuerwehr, dass er sich an den Beginn gar nicht mehr erinnern kann. Bis zum zehnten Geburtstag besuchen Kinder allerdings die Kinderfeuerwehr, erst dann dürfen sie in die Jugendfeuerwehr eintreten. Domenic bewältigt die Anforderungen der ersten Stufe der "Jugendflamme". "In der Regel werden die Kinder in ihren Jugendfeuerwehren sehr gut darauf vorbereitet", bescheinigt Kay Reichart.

Carola Wolff ist die Gemeindejugendwartin der Niederen Börde. Sie erzählt, dass es erst die zweite Aktion sei, bei der die Jugendwehren die "Jugendflamme" gemeinsam ablegen können. Bisher hätten sie andere Anlässe genutzt. "Wir wollen die Zusammenarbeit weiter stärken", sagt sie, "die Zusammenarbeit der Jugendwarte der acht Jugendwehren der Gemeinde untereinander läuft sehr gut. Davon sollen die Jungen und Mädchen profitieren."

Für das Mittagessen wurde eine Gulaschkanone angeheizt. Damit endete der Tag mit einem warmen Essen. "Ich bin gern bei der Feuerwehr", sagt Domenic Strauß, "da bin ich draußen an der frischen Luft. Sonst würde ich nur drinnen sitzen und zocken." Ob er später auch ein Kamerad der Ortsfeuerwehr werden möchte, weiß er noch nicht. "Das wird man sehen."

Die erwachsenen Kameraden der Ortswehren waren ebenfalls reichlich vertreten. Sie betreuten die einzelnen Stationen, kümmerten sich um die Versorgung oder agierten als Chauffeur.

Die Jugendfeuerwehr aus Dahlenwarsleben war sogar mit ihrem nigelnagelneuen Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) gekommen. "Das Auto wurde uns gerade erst von der Gemeinde übergeben", sagt die Dahlenwarsleber Ortswehrleiterin Angelika Mill. Rund 30000 Euro waren dafür in den Haushalt eingestellt worden.

   

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