Auch wenn der Herbst Einzug gehalten hat, auf den 20 Spielplätzen der Gemeinde herrscht weiter reger Andrang. Die Mädchen und Jungen aber können sich jederzeit sicher fühlen, verspricht Lutz Pechbrett vom Wirtschaftshof Barleben.

Barleben l Fast alle Spielplätze - es gibt in der Gemeinde Barleben 20 - stehen den Kindern das ganze Jahr über offen. Damit sich jedoch die kleinen, aber auch großen Besucher an den Plätzen erfreuen können, ist es wichtig, dass einige Regeln eingehalten werden. So dürfen, damit keine Unfallquellen entstehen, Bänke, Spielgeräte, Zäune und andere Einrichtungen nicht beschädigt werden. Was aber nicht immer der Fall ist. Also werden seitens der Gemeinde Kontrollen durchgeführt.

"Das geschieht in regelmäßigen Abständen", erläutert Robert Lierse, Vorarbeiter Grünanlagen und Straßenunterhaltung in Barleben. So werden alle 20 Spielplätze, wobei Barleben, Ebendorf und Meitzendorf für die Kinder nicht weniger als 366 Elemente vorhalten, einmal wöchentlich in Augenschein genommen und einmal im Monat die Funktionstüchtigkeit der Spielgeräte überprüft.

Ob nun Schaukel, Rutsche, Federtiere oder Kletterwand - Lutz Pechbrett hat nur eines im Blick, wenn er einen Kinderspielplatz betritt: Sind die Geräte auch sicher? Wie sieht es aus mit der Standfestigkeit der Geräte, gibt es scharfe Kanten, an denen sich die Kinder eventuell verletzen können?

Der Gemeindearbeiter ist innerhalb des Wirtschaftshofes verantwortlich für die Spielplätze, "weil er für diese Aufgabe prädestiniert und ganz speziell ausgebildet ist", wie Robert Lierse betont. So besuchte der Gemeindearbeiter einen Lehrgang und legte mit Erfolg die Sachkundigenprüfung ab. Sein Wissen und seine Erfahrung stellte er jüngst unter Beweis, als er am Jersleber See die Spielgeräte unter die Lupe nahm. "Bei jedem Spielgerät gibt es Besonderheiten", so der Fachmann, "die festgeschrieben sind und worauf bei der Kontrolle genau geachtet werden muss." Er macht es an einem Beispiel deutlich: An dieser Schaukel wird neben der Standfestigkeit geprüft, ob genügend Bodenfreiheit gegeben ist. "Wenn ein Kind stürzt, darf die Schaukel nicht so niedrig hängen, dass sie beim Schaukeln das Kind trifft", erläutert Pechbrett, während er kräftig an den Standpfosten der Schaukel rüttelt. Ausgiebig und sicher gespielt werden kann nicht nur am Jersi, auch am Ententeich in Barleben. Sehr beliebt ist der neue Spielplatz in Ebendorf und das sogenannte Germanendorf in Meitzendorf.

Natürlich ist Vandalismus auch ein Thema, wie Lutz Pechbrett weiß, "da aber das Gros der Plätze außerhalb der Spielzeiten verschlossen ist, die Besucher auf Ordnung achten, hält sich der Schaden jedoch in Grenzen." Mehr Arbeit, so gibt der Gemeindearbeiter unumwunden zu, hat er dagegen an der Skaterbahn, einem beliebten Treffpunkt der Barleber Jugend. "Doch hier macht mir weniger die Anlage Kummer als vielmehr der Müll, den die Jugendlichen zurücklassen."