Die Grünflächen im Südabschnitt Breiteweg, der in den vergangenen 13 Monaten grundhaft ausgebaut wurde, verkrauten mit jedem Tag mehr. Ein unhaltbarer Zustand, wie nicht nur Ortschaftsrat Edgar Appenrodt beanstandet.

Barleben l Es grünt so grün - in Barleben. Und das ärgert nicht nur die Anwohner des Südabschnitts des Breitewegs in Barleben, der in den vergangenen Monaten grundhaft ausgebaut wurde. Das "Grün" hat auch so manchen Ortschaftsrat in den vergangenen Tagen sehr verstimmt. Der Grund, nachdem der Südabschnitt seit Anfang September wieder für den Verkehr freigegeben wurde, verkommen die Freiflächen rechts und links der Fahrbahn mehr und mehr. Das Unkraut wuchert inzwischen bis zu einem Meter hoch.

Edgar Appenrodt (Freie Wähler) ärgert dieser Zustand maßlos, "denn das zeigt, dass das geplante straßenbegleitende Grün weiter fehlt. Die Ersatzpflanzungen für die gefällten 14 Kastanien und 21 Linden stehen noch immer aus".

Was den Ortschaftsrat besonders nervt: "Da entstehen im Nachhinein wieder Kosten für die Gemeinde, die gerade während der Haushaltskonsolidierung unnötig sind." Nach seiner Meinung hätte die Gemeinde bei der Bauabnahme darauf achten müssen, dass die Freiflächen für das "kultivierte" Grün in einem ordnungsgemäßen Zustand übergeben werden, "was offensichtlich nicht passiert".

Diese Auffassung aber kann Ortsbürgermeister Frank Nase, CDU, so nicht mittragen: "Auf der jüngsten Sitzung habe ich die Ortschaftsräte auch darüber informiert, dass die Pflege- und Pflanzaufträge an die entsprechenden Unternehmen weitergereicht wurden". Der Ortsbürgermeister ist zudem überzeugt, dass die Arbeiten schnellstmöglich begonnen werden, das Unkraut aus dem Straßenbild verschwindet, "und die 61 geplanten Silberlinden spätestens im November gepflanzt sind". Außerdem wartete Nase mit einem Vorschlag auf, um dauerhaft dem Unkraut-Problem entgegen zu wirken: Pflegeverträge. Der Kinder- und Jugendgemeinderat um Vorsitzende Annekatrin Lemke hat dem Ortsbürgermeister signalisiert, dass sie gern einen Pflegevertrag mit der Gemeinde ab- schließen würden. "Damit Barleben auf Dauer kostenlos ein Stück schöner und gepflegter wird", so die Vorsitzende.