Die Mitglieder des Ortsrates Ebendorf wollen sich dafür einsetzen, dass an der B71 sowie an der L48 im Ort sogenannte Querungshilfen gebaut werden. Eine verengte Fahrbahn oder eine Verkehrsinsel soll vor allem Kindern helfen, die Straße sicher zu überqueren.

Ebendorf l Nadin Strobach wohnt in Ebendorf direkt an der Magdeburger Straße, kurz bevor die große Hauptstraße in eine Kurve abbiegt. Direkt dahinter liegt die Bushaltestelle in Richtung Barleben. Weil es für Kinder riskant ist, die Straße zu überqueren, hat die 28-Jährige im September mit anderen Eltern eine Unterschriftensammlung initiiert (Volksstimme berichtete).

"Die Autofahrer rasen mit hoher Geschwindigkeit um die Kurve."

Nadin Strobach, Anwohnerin der viel befahrenen Straße

Erreicht werden soll, dass der Ortschaftsrat Sicherungsmaßnahmen beschließt. Nadin Strobach ist Mutter eines achtjährigen Jungen, der täglich mit dem Bus zur Schule nach Dahlenwarsleben fährt. So wie sie holen viele Eltern ihre Kinder am Nachmittag ab, "weil die Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit um die Kurve rasen und gar nicht sehen können, ob da gerade ein Kind die Straßenseite wechselt."

Noch bevor die Unterschriftensammlung im Kindergarten und im Einkaufsmarkt abgeschlossen ist, hat der Ortschaftsrat jetzt reagiert. Bei einem Vor-Ort-Termin haben sich die Räte in der Vorwoche an der Ecke Magdeburger und Haldensleber Straße selbst ein Bild gemacht. "Es ist wichtig, dass wir uns überlegen, wie Schulkinder und alle anderen Ebendorfer sicherer über die Straßen kommen. Der Durchgangsverkehr ist enorm", sagte Ortschaftsbürgermeister Manfred Behrens (CDU). Christian Mandel (FDP) weiß als Mitglied des Elternkuratoriums der Kita "Gänseblümchen" um die Sorgen der Eltern und sieht als Lösung eine sogenannte Querungshilfe.

Darunter sind eine beidseitige Verengung der Fahrbahnbreite, ein Fahrbahnteiler oder eine Mittelinsel, Teilaufpflasterungen sowie Plateaupflasterungen zu verstehen. Besonders bewährt haben sich die Inseln, weil die Fußgänger hier sicher den Verkehr auf der anderen Straßenseite abwarten können. Was für Ebendorf die richtige Lösung wäre, müssen Experten klären.

"Diese Fahrbahnverengungen haben sich in anderen Orten bewährt."

Christian Mandel, Mitglied des Ortschaftsrates Ebendorf

"Diese Fahrbahnverengungen haben sich in anderen Orten vielfach bewährt", sagte Christian Mandel.

Andere Mitglieder des Ortschaftsrates wie Jens Bartel denken eher an eine Ampel. Eine Verlegung vom Bürgerhaus in die Nähe der Bushaltestelle schließt Manfred Behrens aus. "Dann würde die dort fehlen und eine zweite Ampel kommt auch nicht in Frage, weil sich dann der Durchgangsverkehr unnötig stauen würde. Außerdem ist es eine Kostenfrage." Er erinnerte daran, dass es bis 2000 an der Kreuzung Barleber Straße/ Magdeburger Straße eine Ampel gegeben hat. Die wurde entfernt, um den Verkehr flüssiger zu halten.

Eine Verkehrszählung vor einigen Jahren war auf über 12000 Fahrzeuge am Tag gekommen. Mittlerweile dürften es noch deutlich mehr sein. In dem Zusammenhang machte Mandel auf ein weiteres Sicherheitsrisiko aufmerksam. "Fast noch wichtiger ist eine Querungshilfe in Höhe der Turnhalle, weil die Fahrzeugführer sich auf der Straße in Richtung Barleben außerhalb der Ortschaft wähnen und deshalb sehr schnell fahren."

Außerdem nahmen die Ortschaftsräte den Fußgängerüberweg an der Kreuzung in Richtung Olvenstedt in Augenschein. "Der ist nicht sicher, nicht gut einsehbar und ausgeschildert. Da muss auch was passieren", waren sich alle einig. Überlassen wollen sie Lösungen den Verkehrsexperten. Und so beschlossen sie in der Sitzung des Ortschaftsrates, Querungshilfen an der B 71, Höhe Bushaltestelle, und auf der L 48, Höhe Turnhalle sowie Verbesserungen am Fußgängerüberweg an der Kreuzung zu beantragen.