Bei Problemen mit Klassenkameraden, zuhause oder im Unterricht haben Kinder und Jugendliche der Barleber Ganztagsschule eine neue Ansprechpartnerin. Als Schulsozialarbeiterin leiht Berit Dalichow auch Eltern und Lehrern ihr Ohr.

Barleben l Die Tür zum Büro von Berit Dalichow in der Ganztagsschule in Barleben steht immer offen. "Die Kinder sollen sehen, dass ich da bin", sagt sie. Als neue Schulsozialarbeiterin tritt die 37-Jährige nach vier Jahren die Nach- folge von Madeleine Mähnert an und leiht in ihrer Funktion sowohl den Kindern und Jugendlichen als auch deren Eltern und Lehrern ein Ohr. "Ich bin für alle da - wenn es schulische oder private Probleme gibt und auch, wenn es etwas Schönes zu erzählen gibt", erklärt sie. Jedem, dem etwas auf der Seele liegt, höre die Samswegerin zu und versuche zu helfen.

"Ich freue mich, wie offen die Kinder sind", resümiert sie nach den ersten Arbeitswochen in Barleben. Das größte Problem, das die Schüler in der heutigen Zeit belastet, sei eine Art virtuelles Mobbing: "Wenn sie auf `Whatsapp` geblockt werden", erläutert Berit Dalichow. Hinter "Whatsapp" verbirgt sich ein Nachrichtendienst, über den Smartphone-Nutzer wie bei einer SMS Kurznachrichten verschicken können - auch innerhalb eines Gruppenchats. "Diese Art der Kommunikation nimmt immer mehr zu, auch innerhalb der Klasse", berichtet die Schulsozialarbeiterin. Kommt ein Schüler mit einem Problem zu ihr, hört Berit Dalichow erst dem einen zu, dann der anderen Partei und spricht schließlich mit allen Beteiligten gemeinsam.

"Ich möchte eine Mediationsgruppe gründen."

Berit Dalichow, Schulsozialarbeiterin

Um möglichst viele der aktuell 224 Schüler kennenzulernen, hospitiert Berit Dalichow auch im Unterricht und tauscht sich viel mit den Lehrkräften aus. "Die Lehrer hier sind sehr offen", sagt sie. Auch sei die Schulsozialarbeiterin generell aufmerksam. "Wenn ich sehe, dass jemand bedrückt ist, gehe ich auf ihn zu."

Damit den Kindern auch während der Herbstferien nicht langweilig wird, hat Berit Dalichow mit interessierten Schülern zusammen Kürbissuppe gekocht. Während der Schulzeit bietet sie zudem jeden Mittwoch von 13.35 Uhr bis 14.20 Uhr eine Foto-AG an. Ihr nächstes Projekt: "Ich möchte eine Mediationsgruppe gründen - mit dem Ziel, dass die Kinder lernen, einen Streit selbst auf Sachebene zu schlichten und zu lösen."