Dahlenwarsleben (muß) l Große Aufregung herrschte am Donnerstag in der Klein-Ammensleber Straße in Dahlenwarsleben. Im Hort- und Kita-Gebäude "Hoppetosse" wimmelte es von Feuerwehrleuten. "Wir wollten mit einer Übung feststellen, wie schnell wir im Arbeitsalltag vor Ort sind", erklärte Karl-Heinz Mill, Gemeindewehrleiter Niedere Börde. Und er zeigte sich zufrieden: "21 Kameraden folgten dem Alarm und waren rechtzeitig zur Stelle."

Als Szenario wurde ein Kellerbrand mit starker Rauchentwicklung angenommen. Es kam vor allem darauf an, die Kinder schnell zu evakuieren. Unter Atemschutzmasken betraten die Trupps das Gebäude. Innerhalb von zwei Minuten waren alle Kinder in "Sicherheit". Die insgesamt 55 Jungen und Mädchen zeigten sich sehr aufmerksam und befolgten die Anweisungen der Einsatzkräfte.

Nur drei Kinder hatten sich bei der Übung etwas erschrocken. "Die Tränen waren aber schnell getrocknet, nachdem wir sie davon überzeugt hatten, dass die Wesen mit den Atemschutzmasken keine Monster sind", sagte Angelika Mill, Ortswehrleiterin und Ehefrau des Gemeindewehrleiters. Dieser zeigte sich dann auch noch überrascht: "Nicht nur mein zehnjähriger Enkel Lukas kannte die 112, den Notruf der Feuerwehr, sondern wirklich alle Kinder", sagte Karl-Heinz Mill mit Stolz.

Im Hort und in der Kindertagesstätte in Dahlenwarsleben stehen insgesamt 240 Betreuungsplätze für Kinder ab drei Jahren zur Verfügung. Wegen der Ferien waren am Donnerstag weniger Kinder vor Ort.