Gleichaltrigen aus fernen Ländern haben 18Konfirmanden aus der Region Nord des Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt nahegestanden. Sie backten Brot, um soziale Projekte in Kolumbien, Ghana und Bangladesh zu unterstützen.

Colbitz l "Hast du Brot, hast du keine Not", ist auf einem Brett im Backhaus an der Bockwindmühle zwischen Lindhorst und Colbitz zu lesen. Für die Konfirmanden der achten Klassen der Region Nord des Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt bekam dieser Spruch am Vormittag des diesjährigen Reformationstages eine besondere Bedeutung. Denn mit ihrem handwerklichen Einsatz konnten sie viel Gutes tun. Sie backten mit Unterstützung der Bäcker David Bahrendt und Mario Tempelhoff "Brote für die Welt".

Gemeinsam haben die Evangelische Kirche Deutschland und der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks in Deutschland die Initiative "5000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt" ins Leben gerufen. So sollen in der Zeit zwischen dem Erntedank und dem ersten Advent deutschlandweit 5000 Brote gebacken werden, die dann bei Gottesdiensten gegen eine Spende verteilt werden. Wie Pfarrer Dieter Kerntopf sagte, sind es etwa 50 Gruppen in der Landeskirche, die sich der Initiative angeschlossen haben. So haben es auch die Konfirmanden, die in Wolmirstedt und nördlich davon zu Hause sind, getan.

Voller Tatendrang kneteten sie jeweils zwei Brote aus dem Teig, den David Bahrendt und Mario Tempelhoff zuvor angemischt haben. Und ganz nebenbei konnten sie auch noch den Bäckerberuf kennenlernen. "Am Schluss haben wir etwa 40 Brote, die wir dann am Nachmittag im Regionalgottesdienst in Wolmirstedt ausgeben wollen", so Dieter Kerntopf. Die Konfirmanden sollten parallel dazu auch berichten, was Brot für eine Bedeutung hat und was sie während der Backaktion empfunden haben. Während die Brote im Ofen des Backhauses backten, bereiteten sie sich in einer Gesprächsrunde darauf vor.

Mit einem Teil der eingenommenen Spenden sollen verschiedene Straßenprojekte unterstützt werden. So soll Jugendlichen in Kolumbien, die in Armut und ohne Perspektive aufwachsen, eine Schulbildung ermöglicht werden. In Bangladesh sollen Mädchen und Jungen lesen und schreiben lernen anstatt als Haushalthilfen zu arbeiten. Mithilfe von Handwerksmeistern soll jungen Menschen in Ghana eine Perspektive für die Zukunft gegeben werden, so dass sie mit dem neu erworbenen Wissen später allein ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

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