Obwohl es im Landkreis Börde eine gut funktionierende Müllentsorgung gibt, verkippen immer noch einige Bürger ihre Abfälle in der Natur. Revierförsterin Simone Bruckert entdeckte erst kürzlich wieder einige Müllberge im Wald.

Cröchern l Noch zart sind die jungen Triebe der Setzlinge, die auf einem Schneebruchgebiet im Revier Cröchern gepflanzt worden sind. Doch darauf nehmen die illegalen Müllentsorger keine Rücksicht.

Bauschutt, Kühlschränke oder alte Plastikmöbel liegen mitten in der Naturidylle. Einige Bäume auf der frisch aufgeforsteten Fläche sind abgeknickt. "Besonders nach den Wochenenden ist es schlimm. Immer wieder entdecke ich solche Müllhaufen", schimpft Simone Bruckert. An einer anderen Stelle liegen alte Trabi-Teile, Farbreste und zerschlissene Teppiche.

Auch auf dem Parkplatz an der so genannten Fünf-Kilometer-Eiche zwischen Angern und Colbitz liegen Müllsäcke. "Hier wird besonders häufig illegal Müll entsorgt", berichtet die Revierförsterin. Ein großer Teil ihres Revieres ist Privatwald. "Der Landkreis übernimmt zwar die Kosten für die Entsorgung des Mülls, doch die Waldbesitzer müssen diese Hinterlassenschaften ,vorkonzentrieren` bevor ein Müllcontainer gestellt wird", informiert Simone Bruckert.

Die illegale Müllentsorgung in den Wäldern zieht noch ein weitere Problem nach sich. Vielfach zerfahren die Mülltouristen die erst kürzlich instandgesetzten Waldwege. "Der Wegebau erfolgte mit öffentlichen Fördermitteln. Die Waldbesitzer müssen allerdings einen Eigenanteil von 30 Prozent tragen", teilt die Försterin mit, die nicht verstehen kann, warum Menschen den Wald immer wieder so verschandeln.

Sollte an Hand des Mülls einer der Verursacher identifiziert werden, droht ihm eine empfindliche Geldstrafe.