Mit einer großen Sammelaktion will Barleben den Flüchtlingen aus dem Osten der Ukraine helfen. Binnen drei Tagen kamen über 20 Kubikmeter an Hilfsgütern zusammen, die noch im November auf den Weg gebracht werden sollen.

Barleben l Seit Tagen herrscht geschäftiges Treiben in der Alten Bäckerei in Barleben. Viele fleißige Helfer packten zu, sortierten, verstauten und stapelten, was Barleber gespendet hatten, um Flüchtlingen in der Ukraine zu helfen.

Andreas Richter, einer der Organisatoren der Spendenaktion, ist bei allem hektischen Treiben guter Stimmung und frohen Mutes: "Noch in diesem Monat soll gemeinsam mit dem Unternehmer Ruslan Myslitskiy ein Hilfstransport auf den Weg in die Ukraine gebracht werden. Ich denke, das wird gelingen." Viele gute Gründe, dass das Unternehmen gelingen wird, weiß er aufzuzählen. So steht offensichtlich ein ganzes Dorf hinter dieser Hilfsaktion. Denn insgesamt 20 Kubikmeter an Hilfsgütern kamen in kürzester Zeit zusammen.

Die Aktion selbst begann am Mittwoch vergangener Woche. Die Mitglieder des Barleber Heimatvereins, der evangelischen Kirchengemeinde und ein ortsansässiger TV-Sender hatten dazu aufgerufen, für Flüchtlinge im Osten der Ukraine zu spenden. "Die Hilfsflut war gewaltig", fühlt sich Andreas Richter bestätigt, "denn die Aktion zeigte, dass die Barleber mit den Menschen im Osten der Ukraine, die auf der Flucht vor den Kriegswirren sind, solidarisch sind."

An drei Tagen konnten Spenden abgegeben werden, die den Ukrainern aus dem Raum Donezk und Lugansk, die Haus und Hof verlassen mussten, mit dem Notdürftigsten noch vor dem Winter versorgen sollen. In erster Linie waren es Kleidung, aber auch Bettwäsche, Geschirr, Waschmittel und Spielzeug füllen drei leer stehende Räume in der Alten Bäckerei im Breiteweg.

Die Sachen sind nur zwischengelagert, sollen noch im November auf den Weg gebracht werden. Andreas Richter ist sehr zuversichtlich, dass der Konvoi rechtzeitig sein Ziel erreicht. Die Barleber bekommen vom ukrainischen Unternehmer Ruslan Myslitskiy, der mit gebrauchten Postautos handelt, Unterstützung. "Das größte Problem bei jeder Spendenaktion ist der Transport", so Richter.

Der Unternehmer aber hat versprochen, eines dieser Autos, das locker die 20 Kubikmeter verstauen kann, kostenlos zur Verfügung zu stellen. Für die Organisatoren der erneute Anstoß, noch einmal um Hilfsgüter zu bitten. Am Freitag, 14. November, besteht daher erneut die Möglichkeit, in der Zeit von 16 bis 18 Uhr auf dem großen Parkplatz im Breiteweg Spenden abzugeben.

Vor Ort in der Ukraine übernimmt dann die Hilfsorganisation "Mir Co" die Ladung. So wissen die Barleber Organisatoren, dass die Spenden auch jene erreicht, die es am dringendsten benötigen.