Am Sonnabend herrschte im Dorfgemeinschaftshaus in Meitzendorf erneut der Ausnahmezustand - zum elften Mal in zwölf Jahren. Das ist das alleinige Verdienst des MKSV, der zum "Fest der Vereine" einlud.

Meitzendorf l Wenn der Meitzendorfer Kultur- und Sportverein (MKSV) zum Fest der Vereine einlädt, ist es für die meisten zu spät. Für jene, die da glaubten, noch eine der so heiß begehrten Eintrittskarten zu erhaschen. So geschehen auch am Sonnabend, als die Vereinsmitglieder erneut ins Bürgerhaus bitten. Seit nunmehr zwölf Jahren, ausgenommen 2013, hat sich das Vereinsfest zu dem kulturellen Highlight in Meitzendorf entwickelt. Was so trocken als Dorfparty daher kommt, ist nicht nur im Altkreis eine angesagte Nummer. Am Sonnabend reisten auch Gäste aus der gesamten Republik an, um das "Fest der Feste" zu erleben.

Christel Büchner, Vorsitzende des MKSV, kennt den Grund für so viel Begehrlichkeit: Immer im Monat November zeigen die Vereine des Ortes, welche `Supertalente" in Meitzendorf schlummern, wozu die Mitglieder auf ihrer neuen Bühne trotz klammer Haushaltskasse in der Lage sind. Und die MKSV-Chefin hatte nicht zu viel versprochen. Binnen 70 Minuten brachten die Mitwirkenden den Saal des Dorfgemeinschaftshauses mit ihrem bunten Programm zum Überkochen.

Das traditionell von den jungen Brandschutzhelfern mit einem flotten Tanz eingeläutet wird. Auch wenn es in diesem Jahr kein übergreifendes Motto für das Fest gab, "international war es allemal", versichert Moderator Klaus-Dieter Balko, der leichtfüßig und wortgewandt durch den Abend führte, und die TaiChi-Ortsgruppe ankündigt. Seit der ersten Veranstaltung ein absolutes Muss sind die Hupfdohlen, die 2014 sogar ihrem Namen gerecht wurden. Mit ihrer Schwarzlicht-Show setzten sie nicht nur einen Glanzpunkt, sondern nahmen die Gäste mit ins Land der "Fantasien".

Mit "Berliner Luft" der vergangenen 150 Jahre brachte der Chor des MKSV eine neue musikalische Duftnote ins Programm. Wobei das Publikum nicht nur bei Evergreens wie "Kreuzberger Nächte" lautstark mit einstimmte. Nicht so textsicher war es beim Auftritt der Jugendwehr, die mit dem Lied "Mit Atemschutz durch den Brand" zu überzeugen wusste. Den Schlusspunkt setzten die Mitglieder des Tischtennisvereins, die spielerisch leicht das "Kind im Manne" auf die Bühne brachten. Nach dem großen Finale war noch lange nicht Schluss. Falsch aber ist das Gerücht, dass einige der Gäste bis Sonntag, 10 Uhr, durchfeierten. Zu dieser Zeit war nicht nur für die Mitglieder des MKSV das Großreinemachen angesetzt.