Die Baustelle am Jungfernstieg in Wolmirstedt soll Mitte der Woche beräumt werden. Eine alte vom Hochwasser 2013 geschädigte Stützwand muss durch neue Winkelstützelemente ersetzt werden. Die Maßnahme wird mit Mitteln des Fluthilfefonds finanziert.

Wolmirstedt l Die Arbeiten am Jungfernstieg gehen gut voran. Voraussichtlich soll die Baustelle am Mittwoch beräumt werden. Das Teilstück im Bereich der Ohrepromenade wird mit Mitteln aus dem Fluthilfefonds saniert. "Dabei wird eine defekte Stützmauer auf einer Gesamtlänge von 30 Metern durch sogenannte Winkelstütz- elemente ersetzt", erläutert Simone Heiß aus dem Fachdienst Immobilienwirtschaft und Planung des Rathauses, "dafür mussten große Betonteile 2,80 Meter tief in die Uferböschung eingebracht werden." Während des Juni-Hochwassers des vergangenen Jahres wurde die alte Stützwand immer wieder von Drängwasser unterspült, bestand die große Gefahr, dass die alte Mauer nachgibt und die Böschung abrutscht.

Nachdem die Gefahrenquelle entschärft ist, so Heiss, kann damit begonnen werden, den Radweg im Bereich der Ohrepromenade, der ebenfalls beim Juni-Hochwasser schwer zu Schaden kam, zu sanieren. "Zuvor aber muss der Weg zwischen den Teilstücken der alten Ohre- und der Amtsbrücke sowie dem Jungfernstieg und der Fußgängerbrücke Bodelschwingh-Haus abgefräst werden, bevor dann eine neue Deckschicht aus Asphaltbeton aufgebracht wird." Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 75000 Euro.

Nicht die einzige Maßnahme im Bereich der Ohre, die aus dem Fluthilfefond des Landes finanziert wird. Mit rund 170000 Euro wird der Gehweg am Küchenhorn grundhaft erneuert. Sowohl der Gehweg als auch die Straße am Küchenhorn waren beim Juni-Hochwasser komplett überflutet gewesen. Die Folge, die Anwohner konnten oft nur über provisorisch angelegte Stege oder in Booten ihr Anwesen erreichen. Die Sanierungsmaßnahme besaß auch deswegen Priorität, weil das Problem mit jedem Hochwasser der Ohre stand.

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